Elisabeth von Thüringen – ein Stern der Hoffnung

Pilgerin der Hoffnung
Bild: Bistum Erfurt, Barbara Neumann

Ungarns Stern an Thüringens Himmel, so nannte man die Landgräfin Elisabeth von Thüringen (1207-1231), eine Tochter des Königs Andreas II. von Ungarn und dessen Ehefrau Gertrud von Andechs. Landgräfin wurde sie durch Heirat mit Ludwig von Thüringen.

Wie ein Stern erstrahlt Elisabeth in den Herzen der Ärmsten von Eisenach, wenn sie mit ihrem Brotkorb die Wartburg herabkommt. Wie ein Stern, der vom Himmel fällt, so muss die junge Landgräfin den Armen in ihrer Dunkelheit vorgekommen sein. Ein Stern, der ihnen in kalter Nacht Wärme bringt. Ein Stern, der ihre traurigen Herzen mit dem Licht der Hoffnung auf bessere Zeiten erfüllt. Schon als Landesfürstin begnügte sich Elisabeth nicht mehr mit dem Geben von Almosen, sondern begann ihren Dienst um Kranke und Bedürftige, Dienste, die von anderen als entwürdigende Tätigkeiten angesehen wurden. Sie wird zum Stern der Nächstenliebe.

Elisabeth von Thüringen – eine Pilgerin der Hoffnung?

Ungarns Stern an Thüringens Himmel: auch heute brauchen wir solche Hoffnungsträgerinnen wie Elisabeth, die die Liebe des Herrn leben und für die Menschen dieser Zeit erlebbar machen.

Als Kirche von Osnabrück können wir dankbar sei für die caritativen Gruppen in unseren Pfarreien, die sich die Hl. Elisabeth zum Beispiel nehmen und unbürokratisch Not von Menschen lindern.

Über den Autor

Bischof Dominicus Meier OSB ist Mitglied des Benediktinerordens und leitet das Bistum Osnabrück seit September 2024. Im Heiligen Jahr 2025 stellt er als Blog-Autor regelmäßig Pilgerinnen und Pilger der Hoffnung vor.

Als Kirche von Osnabrück können wir dankbar sein für Frauen und Männer, die sich auch heute um die vielfältige Not in unserer Diözese kümmern und für viele Menschen zum Licht werden. Ihr Tun ist ein Akt der Nächstenliebe, der die Würde jedes einzelnen Menschen unbedingt anerkennt.

Als Kirche von Osnabrück haben wir alle den Auftrag hinzugehen und wie der barmherzige Samariter den Menschen Zuwendung und Anerkennung zu schenken und einen Perspektivenwechsel zu ermöglichen.

Ein Kommentar zu “Elisabeth von Thüringen – ein Stern der Hoffnung

  1. Danke für die Ermutigung, die Menschen froh zu machen – wie es die Hl. Elisabeth einmal selber formuliert hat.
    Danke auch für die Erinnerung, dass es dazu den Mut braucht, gesellschaftliche Konventionen und Rollenmodelle in Frage zu stellen und um der guten Taten Willen die eigene „comfort-zone“ zu verlassen. Das ist Hoffnung und Herausforderung zugleich!! Viele Grüße aus Thüringen.

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