glauben kommt von fragen

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Hatte Jesus Superkräfte? Habe ich einen Schutzengel? Um diese und weitere Fragen geht es auf ReliKi.de, einer vom Bistum Osnabrück entwickelten neuen Internetseite für Kinder. Frei nach dem Motto „glauben kommt von fragen“ hat sich das Bistum gemeinsam mit Grundschulkindern großen und kleinen Glaubensfragen gestellt. „Staunen und aufmerken, fragen und suchen, finden und gestalten im Glauben beginnt im Kindesalter“, so Bischof Franz-Josef Bode. „‚Lasst die Kinder zu mir kommen‘, sagt Jesus, und: ‚Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.‘ Wie unser Glaube sich am Kind orientiert, so soll er auch Kindern Orientierung, Halt und Freude geben. Ich hoffe, dass die neue Internetseite interessierten Kindern ein wenig von dieser Kraft des Glaubens vermitteln kann.“

Kinderzeichnung
Kinderzeichnung „Engel“, Bild: Bistum Osnabrück

Auf der Startseite von ReliKi.de gibt es viel zu entdecken: bunte Kreise bilden die Themen ab, um die es geht: „Gott“, „Leben und Tod“, „Engel“ sowie „Feste“ sind nur einige davon. Egal wo Kinder mit der Maus hin klicken – überall bewegt sich was und ist etwas zu hören! Die einzelnen Glaubensfragen in den Themenbereichen stammen von Kindern und werden auch von Kindern präsentiert: Wer mag, kann sich die Fragen vorlesen lassen.
Für die Entwicklung der Seite hat das Bistum Osnabrück ein Jahr lang mit der Grundschule Westerhausen zusammengearbeitet. Im Schulalltag sammelten Lehrerinnen und Kinder ihre Glaubensfragen: was Jesus auf der Erde wollte, ob jeder in die Kirche darf, warum auf dem Friedhof Kerzen brennen oder was der Hase mit Ostern zu tun hat. Eine ungewöhnliche Zeit für das Lehrerkollegium, berichtet Ulrike Margraf, Rektorin der Schule: „Wir mussten uns viel länger als sonst mit den einzelnen Unterrichtsphasen beschäftigen und wirklich jede Frage der Kinder zulassen.“ Das sei manchmal anstrengend, aber auch bereichernd gewesen. Bei einem Besuch im Osnabrücker Dom konnten die Kinder all ihre Fragen zum Thema Kirche stellen. Im Unterricht diskutierten sie zum Beispiel die Frage, wie Gott eigentlich aussieht.

Startseite www.reliki.de, Bild: Bistum Osnabrück
Startseite www.reliki.de (Bild: Bistum Osnabrück)

Ihre Erlebnisse und Erkenntnisse haben die Kinder in Form von selbst gestalteten Elementen für die Internetseite umgesetzt – zusammen mit der Erfurter Agentur KIDS interactive, die die Internetseite technisch realisiert hat. Puzzles und Memos, Quizze und Trickfilme veranschaulichen die Antworten und laden alle dazu ein, sich den Fragen selbst spielerisch und kreativ zu nähern. Auch Videos und Hörstücke wurden zusammen mit Kindern produziert – eine Umfrage zum Thema „Hilft beten?“ zum Beispiel und ein Interview über „Kirche“ mit Bischof Franz-Josef Bode.
Behandelt werden auch die ganz schwierigen Themen: Was passiert nach dem Tod? Und warum lässt Gott Böses zu? ReliKi.de wagt dann auch Antworten, die Fragen offen lassen. Denn die Beschäftigung mit dem Glauben bleibt ein offener Prozess und manchmal ein lebenslanges Suchen – für Kinder wie für Erwachsene. „Die Seite ist vor allem für Kinder im Grundschulalter konzipiert“, sagt Bischof Bode. „Aber wir freuen uns natürlich, wenn auch Erwachsene die Seite nutzen – Eltern zum Beispiel, die gemeinsam mit ihren Kindern den Glauben entdecken möchten.“
Auch wenn ReliKi.de jetzt online ist, ist die Internetseite übrigens noch längst nicht fertig. Das Besondere: Ab sofort können sich Gemeindegruppen, Schulklassen und jedes Kind, das möchte, am weiteren Ausbau der Internetseite beteiligen. Es gibt Spielvorlagen zum Herunterladen, die Kinder mit Stift und Papier selbst gestalten und später online spielen und mit anderen teilen können – damit die Seite weiter wächst und ein buntes Bild vom Glauben zeichnet.

Kinder-Reporter unterwegs

Neben Spielen und Texten gibt es auf www.reliki.de auch Filme zu entdecken. Einen davon sehen Sie hier: die Kinder-Reporterinnen Charlotte und Sophia machen eine Umfrage zum Thema: „Hilft beten?“

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