Workshop 4

„Sex ist komplex“ – Multiperspektivische Unterrichtsplanung in Theorie und Praxis für die Jahrgänge 10 – 11 an Gymnasien

für Religionslehrkräfte der Sekundarstufen I & II

mit
Daniela Albach, Vorsitzende des LKRG in Niedersachsen, Oldenburg
Günter Nagel, Fachberater & Fachleiter für Kath. Religion an Gymnasien, Hildesheim

Multiperspektivität, Perspektivenwechsel, Perspektivenverschränkung sind zentrale Kategorien der Planung von ansprechendem und anspruchsvollem Religionsunterricht. Im Bereich der schulischen Didaktik stellen sie das Pendant zur Interdisziplinarität in den Wissenschaften dar.
Multiperspektivität in der Sachanalyse, Perspektivenwechsel und Perspektivenverschränkung in der didaktischen Konstruktion sollen für ein geordnetes Mit-, Neben- sowie Gegeneinander von Betrachtungsweisen im Unterricht sorgen und damit zugleich auch die Ausbildung einer kognitiv verantwortbaren eigenen Position fördern (Standpunktfähigkeit).
Was aber gehört in eine zeitlich limitierte Sequenz wirklich hinein und welche Plattformen, v. a. aber welche Rollenangebote, welche Konflikt-Settings und welche Konflikt-Aufgaben müssen bereitgestellt werden, dass Lernende tatsächlich am Ende nicht nur mehr und anderes wissen, sondern auch anders wissen und anders urteilen als gewohnt. Gibt es Möglichkeiten, das denkfaule „Das-muss-jeder-selbst-entscheiden“ durch ein reflektiertes und durch Argumente gestütztes „Dieses-muss-jeder-selbst-entscheiden“ abzulösen?
Das Thema Sexualität bietet sich in besonderer Weise für die Veranschaulichung dieses zentralen didaktischen Anliegens an, da sowohl Natur- und Humanwissenschaften, aber auch Medien und nicht zuletzt die Schülerinnen und Schüler selbst Zugriffe auf „Sex und Gender“ bieten.

Der Workshop möchte anhand des Bausatzprinzips Unterrichtsmaterial zum Thema Sexualität vorstellen und damit in die Grundlagen von Multiperspektivität, Perspektivenwechsel und Perspektivenverschränkung als Planungsparameter einführen. Im Anschluss an eine orientierende Einführung soll mithilfe von Unterrichtsmaterial überlegt werden, was notwendig ist, um kognitiv fordernde Lernarrangements zu gestalten. Im Blickpunkt der praktischen Arbeit steht neben der handlungsbezogenen Aufgabenkultur auch das Einsammeln von Erfahrungen und Ideen der Workshop-Teilnehmer*innen zum Thema.
Letztlich soll auch die Frage beantwortet werden, ob die religiöse bzw. ethisch-theologische Perspektive überhaupt noch Relevanz beanspruchen kann oder nur das dupliziert, was ohnehin kulturell imprägniert ist.

Bildung

Medienstellen Lingen, Osnabrück und Papenburg

Im Bistum Osnabrück gibt es an drei Standorten Medienstellen/Religionspädagogische Arbeitsstellen: In Lingen, Osnabrück und Papenburg. Diese stellen Interessierten Medien, Materialien und Literatur für die Arbeit in der Gemeinde, im Religionsunterricht und im Kindergarten zur Verfügung. Weiter Infos und Öffnungszeiten gibt es auf der Internetseite: www.medienstelle-osnabrueck.de

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