Sommerzeit? Ferienfreizeit!

Bild: unsplash.com, Angelika Levshakova

Schon Wochen vorher steigt die Aufregung, dann ist der große Tag da: Sommerferien! Es geht zur Ferienfreizeit! Noch bevor der Bus mit Kindern und Betreuern das Ortsausgangsschild passiert hat, herrscht schon eine einzigartige Stimmung: Die ersten Lieder werden angestimmt, Pläne für Spiele und Lagerfeuerabende geschmiedet.

Die meisten Kirchengemeinden, Verbände, und Bildungshäuser im Bistum Osnabrück bieten Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche an. Karin Buchholz, Leiterin des Diözesanjugendamtes, im Interview zum Thema:

Dabei sein

Termine aktueller Ferienfreizeiten erfahren Sie bei den Kirchengemeinden und Verbänden vor Ort! Auch viele Bildungshäuser im Bistum Osnabrück machen Ferienangebote. In unserem Kalender finden Sie eine Auswahl:

Weitere Termine gibt es hier!

Was macht Ferienfreizeiten so beliebt?

Ich glaube, das hat ganz viel mit toller erlebter Gemeinschaft zu tun – dass man rund um die Uhr mit Freunden und Gleichgesinnten zusammen ist und Spaß hat! Wahrscheinlich auch damit, mal ganz raus zu sein aus dem Alltagstrott, also statt zuhause im eigenen Bett mal in einem Zelt oder einer Schützenhalle im Schlafsack zu schlafen, mit vielen Leuten zusammen zu essen oder abends am Lagerfeuer zu sitzen, statt vor dem Computer oder Fernseher. Im Bistum Osnabrück gibt es eine ganz starke Freizeitenkultur – rund 250 haben wir hier jedes Jahr im Sommer, an denen regelmäßig über 20.000 Kinder und Jugendliche teilnehmen!

Sind Sie selbst früher ins Ferienlager gefahren?

Natürlich! Erst in ein reines Mädchenlager, das gab es damals noch in meiner Heimatgemeinde. Da haben wir immer in einer Schützenhalle kampiert. Später als Jugendliche war ich dann auch in einem richtigen Zeltlager. Das hat mich so gepackt, dass ich danach noch jahrelang als Gruppenleiterin dabei war. Die Frage, ob man da mitmacht, hat sich in Bad Iburg – Glane, wo ich aufgewachsen bin, auch gar nicht gestellt: Zeltlager war gesetzt, das Highlight des Jahres – und ist es noch heute. Zur Zeltlagerzeit gibt’s keine Kinder mehr im Dorf. Naja, beinahe …

Was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Sowohl als Kind als auch als Gruppenleiterin fand ich das „Gruppenleitersuchspiel“ immer toll. Dabei verkleiden sich die Gruppenleiter und verstecken sich irgendwo in der Stadt, in der man zu Gast ist, und die Kinder müssen sie finden. Ich war zum Beispiel mal als Freiheitsstatue verkleidet und stand im Park. Ein anderes Mal war ich eine Punkerin. Zig Kinder sind an mir vorbeigelaufen, bis mich einige an meinen Schuhen erkannt haben – dann war die Freude natürlich groß.

Was gehört für Sie zu einem gelungenen Ferienlager unbedingt dazu?

Karin Buchholz, Bistum Osnabrück
Karin Buchholz leitet das Diözesanjugendamt im Bistum Osnabrück Bild: Bistum Osnabrück

Viele nette Menschen, eine vernünftige Unterbringung (nicht luxuriös, aber rein regnen sollte es auch nicht) und gutes Essen. Zum Glück gibt es für letzteres in vielen Lagern wunderbare ehrenamtliche „Kochfrauen“ – unglaublich, was die da so leisten. Aber auch ein tolles Zeichen dafür, dass die Lager eben nicht nur was für Kinder sind, sondern im Grunde von der ganzen Gemeinde getragen werden. Das Handy kann man übrigens getrost zuhause lassen, wenn man ins Ferienlager fährt! Meist gibt es sowieso keinen Strom zum aufladen. Außerdem erlebet man dort so viele spannende Dinge, dass man gar keine Zeit fürs Handy hat. Und für den Notfall ist auch gesorgt: Die Leiter der Ferienfreizeiten haben natürlich immer ein Handy parat, sollten Eltern ihr Kind erreichen müssen oder sollte es mal einen Notfall im Lager geben. Hier haben wir vom Bistum einige hilfreiche Materialien herausgebracht, die den Verantwortlichen vor Ort helfen, in einer Notsituation handlungsfähig zu bleiben. Das hat einigen Freizeiten schon im vergangenen Jahr gute Unterstützung geboten, zum Beispiel wenn es ein Unwetter gab.

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