Vortragsreihe „Kann Kirche Sex?“: Eindeutig mehrdeutig – die Vielfalt des Menschseins in seiner Sexualität

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Vor 5 Jahren veröffentlichte der Papst sein Schreiben „Amoris Laetitia“ – über „die Freude der Liebe“ – und überraschte damit viele. – Die Sprache ist lebensnah, leidenschaftlich und manchmal poetisch. Inhaltlich öffnet es die Tür zu einer dringend nötigen Neubewertung der katholischen Sexuallehre: Einerseits in der Tradition der früheren Lehrschreiben stehend, ermutigt es andererseits, Sexualität als etwas Lustvolles und Kostbares zu begreifen, deren Gestaltung in der Verantwortung der Paare liegt. Grade in der deutschen Kirche wird auf dem synodalen Weg hart um eine werteorientierte christliche Beziehungsethik gerungen. – In dieser Vortragsreihe schließt an den diözesanen Fachtag „Über Sex muss man reden!“ vom 16.06.2021 an. Wir nähern uns von verschiedenen Seiten Fragen rund um das Thema Sexualität – Perspektiven aus der Eheberatung, geschlechtliche Vielfalt, Erkenntnisse aus der Sexualpädagogik, ein feministischer Blick auf Sexualität sowie die aktuellen Entwicklungen auf dem synodalen Weg werden in fünf Vorträgen in den Blick genommen.

Thema des Vortrages: Eindeutig mehrdeutig – die Vielfalt des Menschseins in seiner Sexualität

Referenten: Nina Lubberich, Thomas Abrell

Scheinbar war früher alles einfacher und klarer. Da gab es nur Männer und Frauen, die haben untereinander geheiratet, und es gab Menschen, die nicht verheiratet waren. Und heute? Unser Wissen über menschliche Sexualität hat sich sehr erweitert und damit auch die Beurteilung sexueller Orientierung. Noch 1992 war Homosexualität im europäischen Krankheitsmanual auf der Liste der Krankheiten aufgeführt. Heute ist klar, sexuelle Orientierung, genauso wie der gesamte Bereich der Sexualität lässt sich nicht auf die Kategorien Mann – Frau reduzieren. Menschliche Sexualität ist viel facettenreicher.

Normalität ist keine Kategorie mehr, mit der man über die menschliche Sexualität sprechen kann. Dieser Vortrag möchte zu einem besseren Verständnis von Fragen nach der sexuellen Vielfalt beitragen.

 

Nina Lubberich arbeitet als Pastoralreferentin im Bistum Osnabrück. 2014 hat sie die Weiterbildung zu Sexualpädagogin abgeschlossen.

Br. Thomas Abrell ofm ist Leiter von Kreuz und Queer, eines Arbeitskreises im Bistum Osnabrück. Lange Jahre war er Ausbildungsleiter der Franziskaner in Deutschland und Mitteleuropa und ist seit 2006 als Bildungsreferent in Haus Ohrbeck tätig.

Die Veranstaltung findet über die Plattform Zoom statt und ist kostenlos. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten (bis drei Tage vor der Veranstaltung) finden Sie auf www.keb-os.de