Chats und Messenger
Möglichkeiten zum Chat gibt es inzwischen überall – bei Messenger-Diensten wie WhatsApp und Signal, aber auch auf Social Media, in vielen Apps, bei Online Games und auf Internetseiten. Im privaten und beruflichen Alltag gehören sie so selbstverständlich dazu, dass man sich gar keine Gedanken darüber macht. Das sollte man aber, zumindest wenn es um Kinder und Jugendliche geht, denn Chats können auch Probleme mit sich bringen.
- Weil im Chat oft Inhalte geteilt werden, die für Heranwachsende ungeeignet sind: Bilder und Videos in denen es um harten Sex und Gewalt geht; Links, über die Schadsoftware aufs Handy gelangt; Gewinnspiele, die reine Geldmacherei sind oder bei denen es nur ums Sammeln von Daten geht; verstörende Grusel-Kettenbriefe.
- Weil Kinder und Jugendliche in Chats vor Fremden geschützt werden müssen, die es nicht gut mit ihnen meinen. Es besteht die Gefahr des Cybergroomings: Dabei nehmen Erwachsene Kontakt zu jungen Menschen auf und geben sich als Gleichaltrige aus, um einen Kontakt anzubahnen, der Kinder und Jugendliche emotional abhängig macht und z.B. zu sexuellem Missbrauch führen kann. Experte Nils Thieben rät: „Eine Regel, die man seinem Kind schon sehr früh einprägt, ist: Steig nicht zu einem Fremden ins Auto. Das gilt auch im digitalen Raum!“ Heißt konkret: Nicht jede Kontaktanfrage annehmen, nicht mit Fremden in Einzelchats gehen und niemals mit Menschen treffen, die man nur aus dem Internet kennt, ohne es vorher jemand anderem zu erzählen.
- Weil Cybermobbing zunimmt und vor allem in Chats stattfindet. Mehr dazu hier im ausführlichen Artikel.