Franz Xaver – ein Missionar im Namen der Hoffnung

Der Pilger der Hoffnung, den ich Ihnen heute vorstellen möchte, ist der Jesuit und Missionar Franz Xaver.
Er wurde auf der Burg Xavier bei Pamplona, im ehemaligen Königreich Navarra, geboren und studierte ab 1525 an der Sorbonne in Paris. Franz Xaver und Peter Faber gehörten zu den ersten, die sich im Jahr 1533 Ignatius von Loyola anschlossen und später mit ihm und drei anderen den Jesuitenorden gründeten. Die Priesterweihe empfing Franz Xaver 1537 in Venedig.
Seine Epoche war in Europa von der Reformation geprägt. Die katholische Kirche musste sich Kritik gefallen lassen: wegen der Vernachlässigung des geistlichen Amtes durch ihre Päpste, Verweltlichung, mangelnder theologischer Bildung des Klerus und obskurer Finanzpolitik (Ablasshandel). Auf diese Entwicklungen reagierte sie mit dem Konzil von Trient (1545–1563), das eine innere Erneuerung der Kirche auslöste. Der neu gegründete Jesuitenorden unterstützte diese innerkirchliche Reformbewegung. Hauptziel des Ordens war und ist die Ausbreitung, Festigung und Verteidigung des katholischen Glaubens, unter anderem durch die Verkündigung des Evangeliums bis zu den Enden der Erde.
Über den Autor
Bischof Dominicus Meier OSB ist Mitglied des Benediktinerordens und leitet das Bistum Osnabrück seit September 2024. Im Heiligen Jahr 2025 stellt er als Blog-Autor regelmäßig Pilgerinnen und Pilger der Hoffnung vor.
Franz Xaver SJ ging bis an die Grenzen der damals bekannten Welt: nach Indien, Sri Lanka und Japan, um den Menschen dort die Frohe Botschaft von Jesus zu verkünden. Er war, wie es im Ersten Petrusbrief heißt, „stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die ihn erfüllt“ (1 Petr 3,15). Viele Menschen ließen sich von seiner Hoffnung begeistern und wurden Christen. Am 3. Dezember 1552 starb Franz Xaver auf dem Weg nach China. Er ist in Goa in Indien begraben.
Franz Xaver SJ – ein Pilger der Hoffnung?
Grenzen zu überschreiten – das ist eine Aufgabe, vor die wir gerade als Christen immer wieder gestellt sind. Keine Grenzen zu schließen, wie es heute verstärkt diskutiert wird, sondern Grenzen zu öffnen und sich ganz auf den fremden Menschen einzulassen, ja vielleicht sogar von ihm zu lernen.
Als Kirche von Osnabrück sollten wir Grenzen überschreiten – die Grenzen in unseren Bildern und unserem Denken über Menschen, denen wir begegnen. Nur [echte] Offenheit füreinander ermöglicht es uns, die Würde eines jeden Menschen wirklich zu erkennen.
Als Kirche von Osnabrück sollten wir die Grenzen und Türen offen halten für Menschen, die unsere Solidarität und Hilfe brauchen.
Als Kirche von Osnabrück sollten wir den Dialog mit den Menschen wagen, die uns nach unserer Hoffnung fragen.