Krankenwallfahrt zum Heiligen Kreuz von Lage

Wallfahrt Kreuz Lage
Bild: Hermann Haarmann

Stolze 135 Kilogramm wiegt das Lager Kreuz, zu dem seit 1995 jedes Jahr bei der „Osnabrücker Diözesanwallfahrt mit Kranken und für Kranke“ viele Menschen pilgern. Warum? Das erklärt die Geschichte:

Wohin?

Zum Heiligen Kreuz von Lage, wo mit und für Kranke und Sterbende gebetet wird.

Wann?

Am Fest der Kreuzerhöhung (14. September) beziehungsweise am Sonntag danach.

Wie viele Pilger?

Jedes Jahr pilgern mehrere hundert Menschen zum Heiligen Kreuz.

Ablauf der Wallfahrt:

Typisch für Lage ist die Prozession um die Kirche, während der bei jedem Umgang das 135 Kilogramm schwere Kreuz vor der Sandsteinplastik „Christus in der Rast“ abgesetzt wird, die in die Ostwand der heutigen Pfarrkirche eingelassen ist. Am Schluss des Pontifikalamtes, das mal der Bischof, mal der Weihbischof hält, können alle anwesenden Kranken den Einzelsegen empfangen.

Kreuz von Lage
Das Heilige Kreuz von Lage wurde 1315 geweiht. Bild: Hermann Haarmann

Geschichte der Wallfahrt:

1245 stiftete Graf Otto von Tecklenburg eine Niederlassung des Johanniterordens in Lage. Bis 1300 entwickelte sich das Johanniterhaus zu einer der bedeutendsten Niederlassungen des Ritterordens im nordwestdeutschen Raum. Dieser Aufschwung förderte die Verehrung des lebensgroßen Heiligen Kreuzes von Lage, das 1315 vom Osnabrücker Bischof Engelbert II. feierlich geweiht worden war. Wegen des starken Andranges der Pilger wurde eigens eine Wallfahrtskirche errichtet. Der Beginn der Kreuztracht 1957, die an jedem Freitag in den Abendstunden abgehalten wird, gab der Wallfahrt zum Heiligen Kreuz von Lage jene große Bedeutung, die sie heute für das Emsland, das Südoldenburger Land und Osnabrücker Land hat.

Die Wallfahrt nach Lage im Film: