Gebete für den Tag
Zwischen Terminen, Gedankenspiralen und To-Do-Listen auch noch beten? Ja! Hier finden Sie regelmäßig neue Gebete von unterschiedlichen Personen aus dem Bistum Osnabrück, die helfen, wenn Ihnen selbst gerade die Worte fehlen.
Für einen intensiven Moment braucht es nicht viel: einen Augenblick der Ruhe und ein paar tiefe Atemzüge, das Anzünden einer Kerze oder den Blick in den Himmel. Ob im Sitzen, Stehen oder unterwegs: Kommen Sie einen Moment lang an – so, wie es gerade für Sie passt.
Aktuell
Gott,
in all dem Tun und Müssen
schenke uns den Mut zur Unterbrechung.
Lass uns die Pause nicht als Stillstand sehen,
sondern als Raum zum Aufatmen.
Im Urlaub, in der Ruhe, in freien Stunden
lass uns wieder bei uns selbst ankommen.
Schenke uns Zeit –
Zeit für das, was uns guttut,
Zeit für die Menschen, die wir lieben,
Zeit für Dich.
Und lass uns daraus neue Kraft schöpfen
für unseren Weg.
Amen.
Michelle Van de Walle
Weitere Gebete
wUNDerpunkt
UND vielleicht ist dieser wUNDerpunkt eines Tages nicht mehr nur schwarz.
UND er wird grau
UND er wird blau
UND er wird rot
UND er wird gelb
UND er wird bunt.
Bunt wie der Regenbogen,
der den Tod mit dem Leben verbindet.
Ostern ist auf einmal kein wUNDerpunkt mehr, sondern Wendepunkt.
Gott,
ich spüre, wie der Frühling mein Herz leichter macht.
Die Tage werden heller, die Luft weicher,
und mit jedem Sonnenstrahl kehrt ein Stück Freude zurück.
Danke für das Licht, das meine Haut wärmt und meine Gedanken klärt.
Danke für die Sonne, die nicht nur die Erde berührt, sondern auch meine Seele.
Ich staune über das Erwachen der Natur:
über Blumen, die mutig ihre Köpfe heben,
über Bäume, die neues Leben tragen,
über das leise Grün, das überall wächst.
Alles beginnt neu – so still und doch so kraftvoll.
Lass mich achtsam sein für diese kleinen Wunder.
Lass mich die Schönheit sehen, wo ich sonst vielleicht vorbeigehe.
Und schenke mir ein Herz, das dankbar bleibt –
für Deine Schöpfung, für das Leben, für diesen neuen Anfang.
Begleite mich durch diese Zeit des Aufblühens.
Erneuere auch in mir, was müde geworden ist.
Schenke mir Leichtigkeit, Hoffnung und Vertrauen.
Amen.
Gott,
ich bin müde.
Alles ist im Aufbruch –
aber ich komme gerade nicht hinterher.
Schenk mir Geduld mit mir selbst
sowie die nötige Ruhe und Gelassenheit.
Und die Kraft für kleine Schritte.
Hilf mir, dich zu spüren –
in einem Sonnenstrahl,
in einem Atemzug,
in diesem Tag.
Amen.
Ich habe ihr Zeit gelassen umzukehren; sie aber will nicht umkehren und von ihrer Unzucht ablassen. Offenbarung 2,21
Wie viel Zeit schenkt uns Gott?
Wie viel Stunden, Sekunden haben wir, um umzudenken?
Manchmal brauchen wir nur einen kurzen Moment, manchmal Tage, Jahre oder fast unser ganzes Leben. Dabei ist die Zeit doch so kostbar.
Wie viel glückliche Momente, wieviel Lächeln nehmen wir dadurch nicht wahr?
Wie viel Goldherz geht uns dadurch verloren?
Männern und Frauen sollten gemeinsam diese Zeit nutzen, umzukehren.
Beide haben die Möglichkeit ja oder nein zu sagen.
Schuld ist nie einseitig.
Zeit ist vergänglich, jedoch Gottes Liebe lässt uns nicht los.
Gott, unsere Welt ist laut, verletzt und oft voller Angst.
Zu oft gewinnen Hass, Ausgrenzung und Gewalt Raum.
Wir bitten dich: Stärke das, was uns menschlich macht.
Mitgefühl statt Abwertung.
Respekt statt Diskriminierung.
Leben statt Mord.
Gib uns den Mut, hinzusehen und nicht wegzuschweigen.
Die Kraft, füreinander einzusehen.
Und die Bereitschaft, Brücken zu bauen,
auch wenn es schwerfällt.
Lass Zusammenhalt wachsen,
wo Misstrauen trennt.
Lass Frieden möglich werden,
wo Mut und Verzweiflung herrschen .
Erinnere uns daran,
dass jede*r zählt,
dass jedes Leben Würde hat
und dass wir Verantwortung füreinander tragen.
Mach uns zu Teilnehmenden am Frieden,
nicht zu Zuschauenden.
Amen.
Danke Gott.
Für das Neue.
Für die Chancen und die Wege, die sich eröffnen.
Danke für die Erfahrungen, die mich hierhergebracht haben;
Für die, die mich selbst ausmachen.
Danke für meine tiefe Sehnsucht, die Liebe und den Mut voranzugehen.
Und den Schritt zu wagen.
Als die, die ich bin.
Danke Gott,
fürs loslassen können,
fürs Ärger wegnehmen.
Fürs Atmen, um bei mir anzukommen.
Für den klaren Blick und die Erkenntnis, dass jede:r dein Kind ist
Und Würde, Respekt und Freundlichkeit verdient.
Danke für die Gewissheit, dass du da bist,
auch wenn dein Blick noch verschüttet ist,
unter allem, was mein Herz und Verstand so quält.
Danke, für alles, was du gibst.
Und für die Erkenntnis, dass beten hilft und dass ich mutig sein darf,
darum zu bitten, was ich mir wünsche.
Danke Gott.
Für das Viele, das in mir ist,
wenn es auch manchmal anstrengend,
doch immer belebend ist.
Ich fühle. GANZ. Das Leben.
Wichtig nur, nicht zu versinken,
sondern in der Versenkung zu bleiben.
In dir. Mit mir.
es ist weiß gott
was wir zu tun bekommen
es ist komplex weiß gott
was wir zu bedenken haben
es ist anspruchsvoll weiß gott
was wir vermitteln sollen
es gibt weiß gott
unsere offenen herzen
es gibt weiß gott
unseren klaren verstand
es gibt weiß gott
unsere starke hoffnung
es braucht weiß gott
unendlich viel geduld
es brauch weiß gott
unglaublich viel geschick
es braucht weiß gott
unerschöpflich viel kraft
und weil gott das alles weiß
vertrauen wir
und bitten
dass er seinen segen legen möge
auf uns
und unser tun.
Gott,
danke für Konfetti im Herzen und Mut im Kostüm.
Lass uns laut lachen, ohne leise Grenzen zu übergehen.
Fröhlich sein, ohne jemanden klein zu machen.
Schenke uns Humor mit Herz,
Feierlaune mit Respekt und Erinnerungen,
die länger halten als Glitzer im Haar.
Helau und Amen.
Ich kenne deine Taten, deine Liebe und deinen Glauben, dein Dienen und deine Geduld und ich weiß, dass du in letzter Zeit mehr getan hast als am Anfang. (Offenbarung 2,19)
In jedem neuem Anfang liegt eine Chance. Der Glaube braucht manchmal eine Pause, damit Taten und Liebe nicht zur Alltäglichkeit werden. Die Geduld ist oft schwer auszuhalten. In dem Lied “ Nada te turbe“, das auf einem Gebet der Heiligen Teresa von Avilà beruht, heißt es: „Die Geduld erreicht alles“.
Mit dieser Geduld und einer Portion Liebe kann ich mit folgendem Text auf den vergangenen Tag zurückschauen:
Bevor die Sonne sinkt,
will ich den Tag bedenken.
Die Zeit, sie eilt dahin,
wir halten nichts in Händen.
Bevor die Sonne sinkt,
will ich das Sorgen lassen.
Mein Gott, bei dir bin ich
zu keiner Stund vergessen.
Bevor die Sonne sinkt,
will ich dir herzlich danken.
Die Zeit, die du mir läßt,
möcht ich dir Lieder singen.
Bevor die Sonne sinkt,
will ich dich herzlich bitten:
Nimm du den Tag zurück
für einen Neuen Anfang.
Weitere Infos
- Weitere klassische Gebete sowie Tipps zum Beten gibt es hier.
- Angebote rund ums Thema Gebet finden Sie auch auf der Seite des geistlichen Lebens.