Kunst in Kürze: Der Äbtissinnenstuhl

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Der reich mit spätgotischen Blendbögen sowie weiteren Schmuckteilen verzierte Äbtissinnenstuhl unterstreicht die Bedeutung des Äbtissinnenamtes. Bild: Diözesanmuseum Osnabrück/Stephan Kube

Selbstbewusste Ordensfrauen im Bistum Osnabrück – oder: Was uns ein spätmittelalterlicher Chorstuhl verrät! Der zu Beginn des 16. Jahrhunderts entstandene Äbtissinnenstuhl aus der Zisterzienserinnenabtei in Bersenbrück hebt die Bedeutung des Amtes der Äbtissin am Übergang zur Frühen Neuzeit deutlich hervor: Auf ihm nahm die neuerwählte Amtsinhaberin nach ihrer Wahl Platz, auf ihm empfing sie Schlüssel, Ordensregeln und Äbtissinnenstab. Der Stuhl galt als Zeichen ihrer Regierungsgewalt, denn als Obere des Konvents kamen ihr eine herausgehobene Leitungsfunktion und ein geistliches Amt in der Kirche zu. Über diesen besonderen Chorstuhl und die historischen Entwicklungen des Äbtissinnenamtes referiert Prof. Dr. Martin Belz am Donnerstag, den 8. Mai 2025 um 18 Uhr in einem Kurzvortrag.

Die Veranstaltungsreihe „Kunst in Kürze“ ermöglicht Ihnen einen entspannten Kulturgenuss, bietet Einblicke in konzentrierter Form und soll Lust auf weitere Entdeckungen aus der Geschichte des Bistums und des Domes machen. In 20-minütigen Kurzvorträgen erläutern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jeweils am ersten Donnerstag im Monat um 18:00 Uhr ein Kunstwerk aus der Ausstellung.

  • Kunst in Kürze: Der Äbtissinnenstuhl
    Domhof 12
    49074 Osnabrück
    Tel: 0541 318-280