„Vom Menschen her gedacht“ – Ulrich Beckwermert als Generalvikar verabschiedet

Bei der Verabschiedung von Ulrich Beckwermert als Generalvikar (Mitte) Bruno Krenzel und Bischof Dominicus (von links).
Bei der Verabschiedung von Ulrich Beckwermert als Generalvikar (Mitte) Bruno Krenzel und Bischof Dominicus (von links). Bild: Bistum Osnabrück

Generalvikar ist ein umfassendes und kompliziertes Amt. Das macht schon der Name deutlich: Die Aufgaben als General und als Vikar sind doch sehr verschieden. Die vergangenen knapp sechs Jahre schaffte Ulrich Beckwermert diesen Spagat im Bistum Osnabrück. Jetzt wurde er in einer Feier im Bischofshaus verabschiedet.

Sechs Jahre – eine Zeit, in der viel passiert ist auf der Welt: Corona, der Krieg Russlands in der Ukraine, Krisen in Nahost. Auch für das Bistum waren es bewegte Jahre: die Missbrauchsstudie, der Rücktritt von Bischof Bode, die Vakanzzeit. Dann seit zwei Jahren eine neue Leitung durch Bischof Dominicus. Begleitend dazu die Konsolidierung der Bistumsfinanzen und der Transformationsprozess.

„Dein Gespür für die Bedürfnisse der Menschen hat unsere Diözese in den letzten Jahren durch stürmische Wellengänge geleitet“, sagte denn auch Bischof Dominicus bei der Verabschiedung. „Du hast mit Deiner besonnenen Art einen gewaltigen Wandel begleitet. Bei allen Veränderungen warst Du nachdenklich, auch mahnend, aber kein Bremser.“
Er habe Ulrich Beckwermert als Mensch erfahren, der einen feinen Humor hat, als klugen Berater und als jemanden, der ihm mit Besonnenheit, Loyalität und Bescheidenheit zur Seite stand. „Du hast mir ein Ankommen hier im Bistum leicht gemacht“, so Bischof Dominicus.

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Bruno Krenzel, Bevollmächtigter des Generalvikars, charakterisierte Ulrich Beckwermert als jemanden, der eine „warme und ehrliche Liebe zu den Menschen“ habe. „Ich halte das für eine der wichtigsten Eigenschaften einer Führungskraft in der Kirche“, so Krenzel. „Weil Sie die Menschen so mögen, haben Sie ihnen auch etwas zu sagen und kommen in Kontakt. Sie führen nichts im Schilde. Das war in den Jahren der Missbrauchsstudien eine wichtige Eigenschaft, weil Sie mit dieser Offenheit Vertrauen herstellten.“

Zum Abschluss hatte dann der scheidende Generalvikar das Wort: Gegenüber Bischof Dominicus sagte Ulrich Beckwermert: „Ich habe Dich gut unterstützt.“ Das Generalvikariat, dem er als Leiter vorstand, habe er „von den Menschen her gedacht“ und er habe mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dort immer gerne zusammengearbeitet. „Ich bin sicher, dass das mit dem neuen Generalvikar Johannes Wübbe gut weitergeht“, so Ulrich Beckwermert.

Die Stärke des Bistums Osnabrück sei, dass es einen großen Zusammenhalt gebe. Dieser helfe jetzt auch, die weiteren Herausforderungen anzunehmen. „Wir können diese nur meistern, wenn wir sie in einer positiven Grundhaltung angehen.“

Ab dem 1. Juni übernimmt dann Weihbischof Johannes Wübbe als Generalvikar. Aber Ulrich Beckwermert wird auch Bischofsvikar für gesellschaftliche und kulturelle Fragen und als Bischöflicher Visitator in der Bistumsleitung bleiben. „Was Du als Generalvikar eher atmosphärisch, wie ein Wasserzeichen, einbringen konntest, wirst Du nun wesentlich weiterentwickeln und pointiert angehen können“, so Bischof Dominicus. Und hatte für den Kulturliebhaber dann auch gleich das passende Geschenk parat: einen Flamencoabend in Bremen.

Heiterkeit des Herzens ist
Leben für den Menschen

Jesus Sirach 30,22
Sommer, Sonnenuntergang, Meer, lächeln