„2026 braucht das hoffnungsvolle Engagement der Christinnen und Christen“
Predigt von Bischof Dominicus Meier OSB zu Silvester und zum Ende des Heiligen Jahres
Bischof Dominicus Meier OSB betont in seiner Predigt zu Silvester (31. Dezember 2025), dass bei aller Veränderung und Verunsicherung auch im neuen Jahr das hoffnungsvolle Engagement von Christinnen und Christen gefragt sei. „Es braucht Ihre Phantasie vom Leben und Ihren Mut zum Handeln“, sagte der Bischof von Osnabrück im Osnabrücker Dom. Gleichzeitig rief er dazu auf, sich nicht von der zunehmenden Resignation in Gesellschaft und Kirche anstecken zu lassen: „Jammern und klagen wir nicht wie viele andere auf einem hohen Niveau!“
Weitere Infos
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In seiner Predigt ging Bischof Dominicus auch auf das Ende des Heiligen Jahres 2025 ein, das unter dem Leitwort „Pilger der Hoffnung“ stand. Pilgerinnen und Pilger der Hoffnung zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie sich um Verständigung und friedliche Lösungen bemühen, so Bischof Dominicus. Außerdem distanzierten sie sich von jedwedem Extremismus und achteten andere Religionen und Kulturen, Überzeugungen und Lebensweisen. „Pilgerinnen und Pilger der Hoffnung lieben die Freiheit und demokratische Verhältnisse, gestalten sie engagiert mit und sehnen sich nicht danach, durch einen starken Staat oder autoritäre Machthaber gegängelt oder handzahm gemacht zu werden“, sagte der Bischof. „Bleiben oder werden wir vielmehr Pilgerinnen und Pilger der Hoffnung, mit Herz und Verstand, Mut und Elan!“
Das Heilige Jahr wurde 2024 vom damaligen Papst Franziskus ausgerufen. Es endete in den verschiedenen Ortskirchen am 28. Dezember, und wird dann am 6. Januar 2026 in Rom endgültig beschlossen. Im Bistum Osnabrück gab es während dieser Zeit unter anderem sechs „Orte der Hoffnung“: In den verschiedenen Kirchen konnten die Gläubigen durch das persönliche Gebet, die gemeinsame Feier der Gottesdienste oder das Entzünden von Kerzen Räume der Hoffnung offenhalten. Durch ihre je spezifische Prägung sollten die Orte zum Frieden und zur Versöhnung mit Gott, mit dem anderen und mit sich selbst einladen.