Balance und Frieden

Meditierender Mann in einem Kornfeld an einem Baum
Bild: Adobe Stock, erika8213

Groll und Zorn, auch diese sind Gräuel und ein sündiger Mann hält an ihnen fest. Wer sich rächt, erfährt Rache vom Herrn; seine Sünden behält er gewiss im Gedächtnis. Vergib deinem Nächsten das Unrecht, dann werden dir, wenn du bittest, deine Sünden vergeben! Ein Mensch verharrt gegen einen Menschen im Zorn, beim Herrn aber sucht er Heilung? Mit einem Menschen gleich ihm hat er kein Erbarmen, aber wegen seiner Sünden bittet er um Verzeihung? Er selbst – ein Wesen aus Fleisch, verharrt im Groll. Wer wird seine Sünden vergeben? Denk an das Ende, lass ab von der Feindschaft, denk an Untergang und Tod und bleib den Geboten treu! Denk an die Gebote und grolle dem Nächsten nicht, denk an den Bund des Höchsten und übersieh die Fehler!

Sirach 27,30 – 28,7

Diese Bibelstelle bietet Einblick in das Thema: meine innere Welt und ihre Wirkung auf menschliche Beziehungen.

Zunächst höre ich in den Versen aus dem Buch Jesus Sirach eine Einladung, meine inneren Regungen und Bewegungen wahrzunehmen, um dann besser einschätzen zu können, welche Wirkung sie auf mein Verhalten haben können. 

Roberto Piani
Roberto Piani
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Wenn ich im Frieden mit Gott und der Welt bin, ist es wahrscheinlicher, dass ich meinem Nächsten mit einem Lächeln im Gesicht und einer grundsätzlich positiven, offenen und optimistischen Haltung begegne. Wenn hingegen in mir schon – aus welchem Grund auch immer – Unruhe, Trostlosigkeit und Liebesmangel herrschen, muss sich mein Nächster schon gut schützen, um nicht verletzt zu werden.

Also: Versuche erst einmal, deine innere Balance und deinen Frieden zu finden. Deine Beziehungen – und die Menschen, mit denen du zu tun haben wirst – werden es dir danken!

Ein zweiter Impuls kommt aus den Versen: „Denk an das Ende … Denk an die Gebote … Denk an den Bund des Höchsten …“

Im Alltag brauchen wir oft Erinnerungsstützen – einen Zettel, einen Knoten im Taschentuch, einen Klingelton aufs Handy. 

Der Weise Jesus Sirach erinnert uns daran, dass wir unser Verhalten immer wieder auf das Wort Gottes prüfen können. Dort – zum Beispiel bei den Geboten – können wir uns immer wieder bewusst machen, welche Werte uns und Gott am Herzen liegen und aus welchem guten Grund wir unsere Beziehungen aufbauen.

Zwei Tipps von mir für den täglichen Bedarf: 

  • Nimm dir Zeit am Ende des Tages, um das Erlebte zu reflektieren. 
  • Schöpfe am Morgen aus dem Brunnen des Gotteswortes, um eine aufbauende Botschaft für den kommenden Tag zu empfangen.

Roberto Piani

Preise den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat! 

Psalm 103,2

Herbst, See, Paar