Auch selbst etwas tun!

Bibelfenster zum 20. März 2015

Freut euch mit Jerusalem, jubelt über ihr Glück, ihr alle, die ihr sie liebt und denen ihr Leid zu Herzen geht. Sie wird euch teilgeben an der Fülle ihrer Herrlichkeit; ihr werdet an ihrer Mutterbrust saugen und mit Glück gesättigt werden.

Bibel 2000, Jesaja 60, 10-11

Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hergab. Nun werden alle, die sich auf den Sohn Gottes verlassen, nicht zugrunde gehen, sondern ewig leben.

Bibel 2000, Johannes 3, 16

 

Der kleine Satz des Eröffnungsverses spricht mich am Sonntag „Laetare“ besonders an: „Freut euch!“ – Welch eine Anrede in der oft so tristen österlichen Bußezeit. Zeit zum Innehalten, Durchatmen und zur Freude. Dazu dann die Kurzbotschaft des Evangeliums des Johannes: „Gott hat die Menschen so sehr geliebt.“

Das Bibelfenster

Hier kommentieren jede Woche Menschen aus dem Bistum Osnabrück eine Bibelstelle aus einer der aktuellen Sonntagslesungen – pointiert, modern und vor allem ganz persönlich.

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Vor einigen Wochen las ich auf der Titelseite der Wochenschrift „DIE ZEIT“ eine Entschuldigung. Da entschuldigte sich die Redakteurin dafür, dass in letzter Zeit so viel „Katholisches“ in der Zeitung zu lesen gewesen sei. Sie meinte, dass daran wohl Papst Franziskus „schuld“ sei, der fast täglich mit neuen Worten aufwartet, die anregen, manchmal auch aufregen. Auf jeden Fall freut’s einen, diese zu vernehmen.
Da bin ich weiter ein wenig irritiert, denn es ist doch gerade die Aufgabe aller Christen, Freude zu verbreiten und Menschen dadurch auch für den Glauben zu gewinnen! Wenn das nun einer öffentlich und weil bekannt auch vernehmlich tut, dann gibt es Aufregung, obwohl das eigentlich kein Grund zum Wundern sein sollte… Mich hat eher gewundert und auch geärgert, mit welchen Schlagzeilen so manch einer in unserer Kirche in früheren Zeiten und auch heute noch von sich reden machte und macht.
Und dann noch ein Weiteres: Es ist doch gut, wenn viele Menschen auch an uns die „Freude am Evangelium“ ablesen können und jubelnd rufen wollen „Freuet euch!“ Das steckt an und tut auch in der Fastenzeit sehr gut.
Also: Nicht alles dem Papst überlassen. Das eigene auch tun!

Klaus Warning, Pastor in Teilzeit