Seid wachsam!

Bibelfenster zum 3. Dezember 2014

In jener Zeit, sprach Jesus zu seinen Jüngern: Seht euch also vor, und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist. Es ist wie mit einem Mann, der sein Haus verließ, um auf Reisen zu gehen: Er übertrug alle Verantwortung seinen Dienern, jedem eine bestimmte Aufgabe; dem Türhüter befahl er, wachsam zu sein. Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt, ob am Abend oder um Mitternacht, ob beim Hahnenschrei oder erst am Morgen. Er soll euch, wenn er plötzlich kommt, nicht schlafend antreffen. Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Seid wachsam!

Einheitsübersetzung, Markusevangelium 13, 33-37

Erwarten Sie (noch) etwas vom Leben? Wie offen sind Sie für das, was kommen mag – oder für jemanden, der kommen mag? Wenn ich im Alltag wachsam bin, kann ich mich von vielem ansprechen und anrühren lassen: von schönen und traurigen Ereignissen, von einer kleinen Begebenheit, von einem Gespräch. Wenn ich wachsam bin, entdecke ich vielleicht: Da hat jemand etwas für mich, da hab ich etwas für jemanden.

Das Bibelfenster

Hier kommentieren jede Woche Menschen aus dem Bistum Osnabrück eine Bibelstelle aus einer der aktuellen Sonntagslesungen – pointiert, modern und vor allem ganz persönlich.

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Wachsam werden für Neues und Unverhofftes, für andere und für mich selbst, dazu kann die Adventszeit dienen. Allerdings sind die Wochen vor Weihnachten häufig von Hektik geprägt, während Wachsamkeit auch Ruhe braucht – und Schlaf.
Denn ich muss zwar wach sein, wenn ich wachsam sein will. Doch wer zu wenig schläft, ist nicht wach, sondern müde. Und wer müde ist, kann nicht wachsam sein. Im Gegensatz zu meinen Kindern weiß ich mittlerweile guten Schlaf zu schätzen. Wer Gelegenheiten nicht verschlafen will, sollte hinreichend ausgeschlafen sein. Ich hoffe, Jesus sieht das auch so…
Für Christen steckt in und hinter unverhofften Begegnungen noch ein anderer, der in unsere Welt, in unser Leben kommen mag, „damit es Weihnachten werden kann“. Kommen Sie also gut in die und durch die Adventszeit, mit einer ausgeschlafenen Wachsamkeit für Neues und Unverhofftes – weihnachtliche Begegnungen können auch schon vor Heiligabend passieren…

Martin Splett, Caritasverband Osnabrück