Cybermobbing und Hatespeech

Cybermobbing richtet sich gegen eine Person, die wegen ihres Aussehens, ihrer Persönlichkeit oder ihres Verhaltens beleidigt wird. Das Schlimme daran: Im Internet kann rund um die Uhr gemobbt werden; das Publikum kann riesengroß sein; die Inhalte verbreiten sich extrem schnell; Täter können oft unerkannt handeln und bekommen nicht unmittelbar mit, wie die Opfer reagieren, so dass die Hemmschwelle sehr gering ist.

Bei Hatespeech spielen persönliche Eigenschaften des Opfers keine Rolle. Der Hass im Netz richtet sich pauschal gegen eine gesamte Gruppe von Menschen bzw. gegen Personen, weil sie bestimmte Merkmale einer Gruppe von Menschen haben, z.B. Hautfarbe, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Herkunft oder Religion.

Was hilft? 

Melden, blockieren, löschen, anzeigen – wer von Mobbing betroffen ist, sollte sich an Eltern, Lehrpersonen oder eine Beratungsstelle wenden und sich Hilfe holen. Manchmal hilft ein Gespräch mit den Mobbern; wenn nicht, können sie auch bei der Polizei gemeldet werden, denn systematische Beleidigungen und Bedrohungen sind strafbar. Das gilt auch, wenn gegen Minderheiten gehetzt wird oder rechtsextreme Parolen und Symbole gepostet werden. Wenn möglich: Gegenrede, also klarstellen, dass Hass und Hetze nicht in Ordnung sind – das ist wichtig für die Betroffenen, aber auch für alle anderen Leute, die mitlesen.

Hilfe vor Ort:

Beratungsstellen gibt es in jeder größeren Stadt; sie können über die gängigen Suchmaschinen und Stichworte wie Cybermobbing, Cybergrooming oder Onlinesucht plus Ortsnamen gefunden werden.