Der Grinch – eine Weihnachtsgeschichte

Christbaumschmuck
Bild: AdobeStock.com, Dolores Harvey

Vor einigen Tagen erhielt ich ein Foto meiner neunjährigen Patentochter Hannah. Das Bild zeigte sie in einem Sessel vor dem Fernseher; es lief ihr Lieblingsweihnachtsfilm „Der Grinch“. Als großer Fan dieses flauschigen grünen Geschöpfes und seiner Geschichte trug sie einen Hausanzug und Socken mit Grinchmotiven. Den Film hat sie schon viele Male gesehen.

Mir war der Grinch bisher fremd, aber Hannahs Begeisterung brachte mich dazu, ihn ebenfalls zu schauen. Mittlerweile kann auch ich mich erwärmen für das mürrische Fabelwesen, das Weihnachten eigentlich so sehr hasst. Aufgrund von Kindheitserfahrungen verbindet es damit Schmerz und Einsamkeit. Die Freude der Menschen auf das Fest ist ihm zuwider.

Über die Autorin

Melanie Jacobi arbeitet als katechetische Lehrkraft an einer Osnabrücker Gesamtschule. Dort ist sie für den Religionsunterricht und weitere pastorale Projekte zuständig. Sie liebt es, zu schreiben und kreativ zu sein. 

So beschließt der Grinch, Weihnachten in Form all der Geschenke und Dekoration zu stehlen. Schließlich wird ihm jedoch bewusst, dass er einen Fehler gemacht hat und er entschuldigt sich. Die Menschen aber verzeihen dem Grinch und laden ihn zu einem großen Weihnachtsessen ein. Ihnen wird klar, dass Weihnachten auch ohne reichlich geschmückte Bäume und zahlreiche Päckchen stattfinden kann, weil nur die Gemeinschaft zählt.

Der Grinch macht mich nachdenklich: Haben wir die Menschen genug im Blick, die die Feiertage in Trauer und Einsamkeit verbringen? Können wir an Weihnachten denen verzeihen, die uns verletzt und enttäuscht haben? Von was oder von wem lassen wir unser Herz an Weihnachten berühren? Leben wir, dort wo wir sind, echte Gemeinschaft?

Weitere Infos

Weihnachten nicht allein – Angebote im Bistum Osnabrück finden Sie hier!

Vielleicht können wir diese Fragen mitnehmen auf unseren Endspurt Richtung Weihnachten und uns dabei inspirieren lassen – vom Grinch, von Gott und vor allem von dem, was unser Herz uns sagt.

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Jeremia 29,11