Der Himmel auf Erden

Kaffee und Kuchen auf einem Tisch
Bild: unsplash.com, Maximilian Zahn

In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und sagte: Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht! Denn du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben, damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt. Das aber ist das ewige Leben: dass sie dich, den einzigen wahren Gott, erkennen und den du gesandt hast, Jesus Christus. Ich habe dich auf der Erde verherrlicht und das Werk zu Ende geführt, das du mir aufgetragen hast. Jetzt verherrliche du mich, Vater, bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war! Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie gehörten dir und du hast sie mir gegeben und sie haben dein Wort bewahrt. Sie haben jetzt erkannt, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir ist. Denn die Worte, die du mir gabst, habe ich ihnen gegeben und sie haben sie angenommen. Sie haben wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und sie sind zu dem Glauben gekommen, dass du mich gesandt hast. Für sie bitte ich; nicht für die Welt bitte ich, sondern für alle, die du mir gegeben hast; denn sie gehören dir. Alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, ist mein; in ihnen bin ich verherrlicht. Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt und ich komme zu dir.

Johannes 17,1-11a

„Wollen wir uns im Café Himmelreich treffen?“

Cedrik Konzer
Das Bibelfenster

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Diese Frage ist nun wahrscheinlich öfter im Osnabrücker Stadtteil Eversburg zu hören. Seit Anfang des Jahres hat die evangelische Kirchengemeinde St. Michaelis ein offenes und ansprechend gestaltetes Café für den Stadtteil eröffnet, um einen Begegnungsort für die Menschen zu schaffen.

Mir gefällt der Name des Cafés, gerade in Verbindung mit dem Konzept, dass der Ort auf Spendenbasis und mit viel ehrenamtlichen Engagement organisiert wird. Das Café Himmelreich kann symbolisch für die Menschen aus dem Stadtteil und darüber hinaus ein Ort sein, wo gewissermaßen Himmel und Erde zusammenkommen.

Auf besondere Weise zeigt sich diese Verbindung von Irdischem und Himmlischem an Christi Himmelfahrt, das wir am vergangenen Donnerstag gefeiert haben. Auch im Johannes Evangelium des 7. Sonntages der Osterzeit wird darauf Bezug genommen. Dort heißt es: „Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt und ich komme zu dir.“ Jesus hat seinen Auftrag erfüllt, die frohe Botschaft Gottes in Worten und Taten zu verkünden und dies uns Menschen vererbt. Jesus hat uns sein Erbe, seine Haltung und seinen Auftrag hinterlassen.

Viele christliche Werte leiten sich genau aus diesem Übergang ab. Seine Botschaft soll in unserer Welt weiterleben und dazu zählen ganz verschiedene Facetten. Die Liebe und Nächstenliebe, die Hoffnung auf die Auferstehung; sich für Frieden, Gerechtigkeit und die Würde des Menschen einzusetzen und vieles Weitere.

Also: Lassen wir uns von Christi Himmelfahrt daran erinnern, dass wir einen Auftrag haben, die Haltung von Jesus weiterzuleben. Lassen wir uns ermutigen, uns für ein offenes, gerechtes und von Liebe geprägtes Himmelreich in unserer Welt einzusetzen.

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

1. Korinther 13,13
Kind mit Herz