Teufel
Der Teufel gilt als Personifikation des Bösen und Gegenspieler Gottes. Über die Jahrhunderte wurde er immer wieder anders dargestellt. Die Theologie heute hat an die Gestalt grundlegende/fundamentale Anfragen.
Der Begriff „Teufel“ kommt aus dem griechischen und bedeutet soviel wie Widersacher des allmächtigen Gottes. Es gibt den Teufel in verschiedenen Religionen (z.B. Satan im Judentum oder Iblis im Islam) und unterschiedlichsten Gestalten. Auch in der Bibel taucht er auf, beispielsweise in der Geschichte von Hiob. Da spielt er allerdings die Rolle eines Anklägers am Hof Gottes, nicht die des Gegenspielers. Auch im Neuen Testament wird er erwähnt, beispielsweise bei der Versuchung Jesu in der Wüste.
Weitere Infos
Wer im Zusammenhang mit Ängsten vor dem Teufel oder Dämonen verunsichert ist oder Fragen zum Thema Exorzismus hat, kann das Gespräch mit einer seelsorglichen Ansprechperson suchen. Diese finden Sie in Ihrer Kirchengemeinde.
Weitere Unterstützung und Beratung dazu gibt es auch bei:
Rebecca Lögers da Silva
Referentin für Christliche Rituale
Domhof 12
49074 Osnabrück
E-Mail-Kontakt
Allerdings wird der Teufel in der Bibel nicht konkret und einheitlich beschrieben. Mal taucht er als Person, mal als Tiergestalt oder auch als Monster auf. Er hat in der christlichen Tradition auch verschiedene Namen, wie unter anderem Satan oder Beelzebub, die auf unterschiedliche Deutungen von Versuchungen oder Widerstände deuten. Künstlerinnen und Künstler haben daher in der Geschichte ihrer Fantasie freien Lauf gelassen, was die Darstellung des Teufels angeht: In einem sehr frühen Mosaik in Ravenna ist er beispielsweise nicht rot gekleidet – wie er heute oftmals dargestellt wird – sondern ganz in blau. Auch ist er schön anzusehen und nicht als grauselig verzerrte Gestalt mit Hörnern oder spitzen Zähnen – denn im Altertum setzt man Schönheit oft mit Lasterhaftigkeit gleich.
Moderne Theologie geht kritisch mit der Figur des Teufels um und verweist auf die Problematik, das Böse zu personifizieren. Eine solche Personalisierung kann dazu führen, das Böse zu verharmlosen oder ihm eine eigenständige Macht zuzuschreiben. Problematisch wird der Umgang mit der Teufelsvorstellung insbesondere dort, wo sie missbräuchlich verwendet wird – etwa um Verantwortung von Menschen wegzulenken oder andere zu dämonisieren.