„Eine Epoche endet“

Haben das Kloster St. Angela in Osnabrück verlassen: die Ordensschwestern Ulrike, Uta und Ignatia.
Haben das Kloster St. Angela in Osnabrück verlassen: die Ordensschwestern Ulrike, Uta und Ignatia. Bild: Bistum Osnabrück

Bischof Dominicus dankt den Ursulinen aus dem Kloster St. Angela in Osnabrück

161 Jahre war eine Gemeinschaft von Schwestern aus dem Orden der Ursulinen in Osnabrück, 123 davon im Kloster in Haste. Jetzt wurde der Konvent zum Patronatsfest St. Angela am 27. Januar aufgelöst. Die drei noch verbliebenen Schwestern wurden im Rahmen eines Gottesdienstes, zelebriert von Bischof em. Franz-Josef Bode, verabschiedet.

Zum Abschied bedankte sich auch Bischof Dominicus Meier OSB bei den Schwestern für ihre Arbeit. Mit dem Weggang „endet eine Epoche voller segensreicher Tätigkeiten der Ursulinen im Bistum Osnabrück“, so der Bischof in einem Brief, den Generalvikar Ulrich Beckwermert im Abschiedsgottesdienstes verlas. „Dieser Schritt ist für Sie und uns alle mit Trauer und Schmerz verbunden.“

Größer sei jedoch die Dankbarkeit: „Für diesen Dienst, den Sie in vielfältiger Wiese über viele Jahre und Jahrzehnte versehen haben, danke ich Ihnen aus ganzem Herzen“, so Bischof Dominicus. „Die Ursulinen haben in vielfältiger Weise der Gegenwart Gottes ein Gesicht gegeben: In der Ursula- und der Angela-Schule, in der Begleitung der Schülerinnen und Schüler und vieler anderer Menschen, mit Ihrem Gebet und mit Ihrer Präsenz“, schrieb er.

Der Bischof dankte besonders auch Sr. Uta, die den Konvent mehr als 20 Jahre geleitet hatte. „Sie haben ganz wesentlich zu diesem segensreichen Dienst beigetragen.“

Er wünschte den Schwestern für den neuen Lebensabschnitt Gottes Segen. „Ihr Wirken wird hier in der Angela-Schule in dankbarer und bleibender Erinnerung bleiben“, so Bischof Dominicus.

Die ersten Ursulinen kamen 1865 mit der Gründung der Ursulaschule in der Stadtmitte nach Osnabrück. 1903 wurde das Mutterhaus der Ursulinen in Haste eingeweiht. Der damalige Osnabrücker Bischof Paulus Melchers bat dann den Orden, die Zukunft der damaligen kleinen Mädchenschule zu sichern und so kamen die Schwestern zur Angela-Schule. Diese blieb bis 1992 beim Orden und wurde dann ans Bistum abgegeben.

Die Wege der drei Schwestern, die im Kloster wohnten, trennen sich: Schwester Ignatia und Schwester Ulrike ziehen ins Seniorenzentrum St. Franziskus in Osnabrück, die Oberin Schwester Uta geht zurück ins Kloster der Franziskanerinnen nach Thuine.

Wer nicht liebhat, der kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe.

1. Johannes 4,8
Blumen, pink