Er war ein Osnabrücker!

Bild: Fritz Wolf Stiftung

Dem Karikaturisten Fritz Wolf zum 100. Geburtstag

Fritz Wolf war in Osnabrück eine Institution. Von 1949 bis zu seinem Tod im Jahr 2001 kommentierte er die große Politik und die kleinen Eigenheiten seiner Landsleute mit spitzer Feder: als Hauskarikaturist der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sowie ihrer Vorläufer „Neues Tageblatt“ und „Neue Tagespost“. Darüber hinaus warf er als Zeichner für die Zeitschriften „Stern“, „Brigitte“ und „Schöner wohnen“ liebevolle Schlaglichter auf die Osnabrücker Provinz, die etwa „seinen“ Gastwirt Aloys Wermelt und die „Töttchen“ im „Holling“ oder sportliches Treiben beim TuS Nahne, dem TC Bad Rothenfelde oder dem OSC streiften.

Weitere Infos

  • Öffentliche Führungen: Gibt es immer an zwei Sonntagen im Monat ab 15 Uhr, und zwar am 8. und 22. April, am 6. und 20. Mai, am 3. und 17. Juni und am 8. Juli. Treffpunkt: Forum am Dom. Kosten: 7 Euro; ermäßigt 5,50 Euro. Für Kinder und Jugendliche ist der Eintritt frei!
  • Museumspädagogische Angebote: Ausgehend von den gezeigten Karikaturen werden für Schulklassen und Kindergruppen eigene Comic-Workshops angeboten. Für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7 gibt es zusätzlich Führungen, die altersgerecht in das Thema „Karikaturen“ einführen. Die Angebote sind kostenfrei. Termine nach Vereinbarung.

Kontakt

Domschatzkammer und Diözesanmuseum
Domhof 12
49074 Osnabrück
0541 318-481
E-Mail-Kontakt

Persönlich war der Künstler in der Region bestens vernetzt und erfüllte manchen Wunsch heimischer Vereine oder (Karikaturen)-Freunde um eine humorvolle Zeichnung. Viele der damaligen Adressaten sind dem Aufruf der Fritz-Wolf-Gesellschaft gefolgt und haben ihren persönlichen „Original-Wolf“ für die Präsentation zur Verfügung gestellt. Ergänzt werden die zumeist kolorierten Arbeiten durch Reproduktionen aus dem im Original nicht erhaltenen frühen Schaffen Fritz Wolfs für die Neue Tagespost: Karikaturen zu den Spielen des VfL, die „kleine Osnabrücker Wochenschau“ mit einem samstäglichen zeichnerischen Rückblick auf das lokale Geschehen und Werbeanzeigen für Osnabrücker Firmen beleuchten Facetten seines Werkes, die in Osnabrück fast vollständig in Vergessenheit geraten sind.

Als Grünkohlkönig prägte der gebürtige Mülheimer den Spruch: „Ich bin ein Osnabrücker!“ Damit lieferte der Karikaturist selbst den Titel für die Gedenk- und Jubiläumsausstellung zu seinem 100. Geburtstag am 7. Mai 2018, in der das Diözesanmuseum in Zusammenarbeit mit der Fritz-Wolf-Gesellschaft e.V. und der Fritz-Wolf-Stiftung den „unbekannten“ Fritz Wolf und seine zeichnerischen Kommentare zur neuen Heimatstadt und -region Osnabrück beleuchtet. Die Ausstellung ist noch bis zum 15. Juli 2018 im Museum zu sehen. Hier ein kleiner Einblick: