Eröffnung der Aktion Dreikönigssingen 2026 in Hagen a.T.W.
Etwa 200 Kinder und Jugendliche werden bei Feier am 29. Dezember erwartet / Gruppe aus Lingen fährt ins Bundeskanzleramt
Sternsingerinnen und Sternsinger aus dem gesamten Bistum Osnabrück treffen sich am Montag, 29. Dezember, zur diözesanen Eröffnung der „Aktion Dreikönigssingen“ in Hagen a.T.W. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum als Ausrichter erwartet etwa 200 Teilnehmende. Die Kinder- und Jugendlichen werden als „Heilige Drei Könige“ verkleidet in einem Zug von der Grundschule zur Kirche St. Martinus ziehen, wo dann um 15 Uhr Weihbischof Johannes Wübbe einen Wortgottesdienst mit ihnen feiern wird. Am Vormittag finden für die Sternsingerinnen und Sternsinger Workshops statt, die sich unter anderem mit dem Motto der Aktion 2026 „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ beschäftigen.
Die Sternsingerinnen und Sternsinger ziehen jedes Jahr im Zeitraum von Ende Dezember bis Anfang Februar durch die Kirchengemeinden und sammeln Spenden für Kinder weltweit. So kamen bei der vergangenen Aktion im Bistum Osnabrück Anfang 2025 insgesamt mehr als 1,37 Millionen Euro zusammen (2024: 1,26 Millionen Euro). Beteiligt waren dabei 196 Gemeinden und Gruppen (2024: 188). Bundesweit wurden rund 48 Millionen Euro (2024: 46 Millionen Euro) in 7.328 Pfarrgemeinden, Schulen, Kindergärten und weiteren Einrichtungen gesammelt.
Sternsinger aus Lingen im Kanzleramt in Berlin
Vier Jugendliche aus der Pfarreiengemeinschaft Lingen-Süd, Kirchengemeinde St. Gertrudis, vertreten am 6. Januar 2026 das Bistum Osnabrück beim ersten Sternsinger-Empfang von Bundeskanzler Friedrich Merz. Die Gruppe aus dem südlichen Emsland hatte sich im Vorfeld der 68. Aktion Dreikönigssingen für die Teilnahme beworben und bei der Ziehung der Gewinner das nötige Losglück.
Weitere Infos
Weitere Infos auf der Internetseite des BDKJ-Diözesanverbandes Osnabrück und der Seite des Kindermissionswerkes.
108 Königinnen und Könige aus allen 27 deutschen Diözesen sind traditionell in Berlin mit dabei. Seit 1984 bringen die Sternsingerinnen und Sternsinger ihren Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ ins Bundeskanzleramt. Aus allen Himmelsrichtungen reisen sie in ihren prächtigen Gewändern, mit ihren goldenen Sternen und glänzenden Kronen in die Bundeshauptstadt.
Sternsingeraktion 2026
„Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ lautet das Motto der Aktion Dreikönigssingen 2026. Sie bringt den Sternsingerinnen und Sternsingern das Thema Kinderarbeit näher und zeigt, wie wichtig die Kinderrechte auf Schutz und Bildung sind. Das Dreikönigssingen 2026 ermutigt die Teilnehmenden, sich gegen Kinderarbeit einzusetzen und eine gerechtere Welt zu gestalten.
Mehr als 1,4 Milliarden Euro seit dem Aktionsstart 1959
Seit dem Start der Aktion 1959 kamen beim Dreikönigssingen insgesamt mehr als 1,4 Milliarden Euro zusammen, mit denen Projekte für benachteiligte und notleidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa gefördert wurden. Mit den Mitteln aus der deutschlandweiten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder werden Projekte in den Bereichen Bildung, Ernährung, Gesundheit, Kinderschutz, Nothilfe, pastorale Aufgaben und soziale Integration unterstützt. Bundesweite Träger sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).