Flüchtlingshilfe
Mehr als 122 Millionen Menschen befinden sich weltweit auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung, schätzt das Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen UNHCR, 41 Prozent von ihnen sind Kinder. Der Krieg im Sudan hat zur größten Vertreibungskrise der Welt geführt: 13,5 Millionen Menschen sind davon betroffen, 11,5 Millionen von ihnen sind Binnenvertriebene. In Syrien sind noch immer 13,5 Millionen Menschen innerhalb und außerhalb des Landes auf der Flucht. Und auch in der Ukraine und im Gaza-Streifen nimmt das Leid von vertriebenen Menschen kein Ende.
Millionen von Flüchtlinge leben unter unmenschlichen Bedingungen, immer in Bewegung, von einem Ort zum andern oder in Flüchtlingslagern und Asylunterkünften überall auf der Welt. Sie haben häufig nicht genügend Nahrung und Kleidung, kein sauberes Wasser, kein festes Dach über dem Kopf, keine Chance auf Bildung, keine Arbeit, kein Geld, keine Sicherheit, keine Zukunft. Tausende Flüchtlinge sterben jährlich auf der Flucht. Sie ertrinken auf dem Weg von Afrika übers Mittelmeer. Sie verhungern, erfrieren, verletzten sich, werden krank oder Opfer von Verbrechen.
Weitere Infos
- Konkrete Hilfen für Migranten, Flüchtlinge und Asylsuchende im Bistum Osnabrück gibt es beim Caritasverband. Eine Übersicht der Angebote und Kontaktmöglichkeiten finden Sie auf der Internetseite der Caritas.
- Mehr zur Flüchtlingshilfe im Bistum Osnabrück können Sie auch hier lesen.
Asylsuchenden und Flüchtlingen, die nach Europe kommen möchten, wird es unglaublich schwer gemacht, sich ein neues Leben aufzubauen. Hochgerüstete Grenzen erschweren den Zugang. Ein unsolidarisches Zuständigkeitsprinzip verlagert die Verantwortung für den Flüchtlingsschutz einseitig auf die Staaten an den Außengrenzen der Europäischen Union und wenn die Flüchtlinge endlich angekommen sind, müssen sie sich mit bürokratischen Hürden und einem fremdenfeindlichen Umfeld auseinandersetzen.
Das geht uns alle an!
Das Flüchtlingsdasein gehört seit den Anfängen zur christlichen Religion dazu: Adam und Eva wurden aus dem Paradies vertrieben, die Israeliten mussten aus ihrer Heimat fliehen, Maria und Josef flüchteten vor Herodes – Flüchtlingsgeschichten durchziehen die gesamte Bibel. Immer stehen dabei die Schutzsuchenden unter der besonderen Obhut Gottes: „Wenn bei dir ein Fremder in eurem Land lebt, sollt ihr ihn nicht unterdrücken. Der Fremde, der sich bei euch aufhält, soll euch wie ein Einheimischer gelten und du sollst ihn lieben wie dich selbst.“ (Levitikus 19, 33f) Weil Gott jeden Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen hat, hat jeder Mensch eine Würde, die es zu schützen gilt. Das heißt auch: Das Schicksal von Flüchtlingen geht jede und jeden an! Als Menschen mit christlichem Glauben können wir nicht wegschauen, wenn andere Menschen leiden und Hilfe suchen – und zwar unabhängig davon, welcher Rasse oder Religion sie angehören.

Wir müssen uns verantwortlich fühlen und etwas unternehmen, denn an einer Verbesserung der Lage können wir alle mitwirken! Durch die Förderung eines fremdenfreundlichen Klimas, durch Aufrufe an die Politik oder indem wir selbst Politik machen, aber auch durch Spenden, zum Beispiel an die Caritas, die mit ihren Einrichtungen und Diensten interkulturelle Initiativen und Integration von Flüchtlingen und Geduldeten fördert. Auf internationaler Ebene arbeitet Caritas international im Bündnis mit weiteren Wohlfahrtsorganisationen zusammen – vor Ort für die Menschen in den Flüchtlingslagern und in den Herkunftsländern.
Engagement der katholischen Kirche
Immer im Herbst werben die christlichen Kirchen Deutschlands im Rahmen einer interkulturellen Woche für eine vielfältige und offene Gesellschaft. Sie findet jährlich rund um den katholischen Welttag des Migranten und Flüchtlings statt. Im Jahr 2025 findet außerdem eine Woche der katholischen Flüchtlingshilfe statt, in der das vielfältige kirchliche Engagement für Geflüchtete im Mittelpunkt stehen soll. Erste Einblicke dazu gibt es hier im Video und auf der Internetseite der Deutschen Bischofskonferenz: