„Gott hat mir mein Herz geschenkt“
In jener Zeit erzählte Jesus der Menge folgendes Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der guten Samen auf seinen Acker säte. Während nun die Menschen schliefen, kam sein Feind, säte Unkraut unter den Weizen und ging weg. Als die Saat aufging und sich die Ähren bildeten, kam auch das Unkraut zum Vorschein. Da gingen die Knechte zu dem Gutsherrn und sagten: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher kommt dann das Unkraut? Er antwortete: Das hat ein Feind getan. Da sagten die Knechte zu ihm: Sollen wir gehen und es ausreißen? Er entgegnete: Nein, damit ihr nicht zusammen mit dem Unkraut den Weizen ausreißt. Lasst beides wachsen bis zur Ernte und zur Zeit der Ernte werde ich den Schnittern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen; den Weizen aber bringt in meine Scheune!
Matthäus 13,24-30

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„Gott hat mir mein Herz geschenkt.“ Diesen Satz schrieb eine Teilnehmerin des diesjährigen Zeltlagergottesdienstes der St.-Matthias-Jugend der Dompfarrei zum Thema Disney auf die Frage: Welche guten Eigenschaften hat Gott dir geschenkt?
Beim Lesen der vielen Antworten ist mir dieser Satz besonders im Gedächtnis geblieben. Denn er bringt auf den Punkt, was sich auch in den anderen Rückmeldungen widerspiegelte: die Fähigkeit zuzuhören, hilfsbereit zu sein, Empathie zu zeigen und vieles mehr. Gerade diese Eigenschaften sind es, die ein Zeltlager mit vielen unterschiedlichen Menschen gelingen lassen. Sie schaffen Gemeinschaft, stärken den Zusammenhalt und machen erfahrbar, wie bereichernd das Miteinander sein kann.
Im Matthäusevangelium begegnet uns immer wieder der Gedanke, aufmerksam auf das zu schauen, was in unserem Leben wächst und was Potenzial hat, Gutes hervorzubringen. Dazu gehört auch die ehrliche Auseinandersetzung mit der Frage: Was hat Gott mir ganz persönlich ins Herz gelegt? Was trägt gute Früchte und was hindert mich daran, sie wachsen zu lassen? Die guten Gaben, die Gott jedem Menschen schenkt, sind nicht nur für uns selbst bestimmt. Sie wollen weitergegeben werden – zum Segen für andere, so wie Jesus es uns vorgelebt hat.
Die kommenden Sommerwochen, in denen viele Menschen ihren wohlverdienten Urlaub genießen, können eine Einladung sein, diesen Fragen nachzugehen: Welche Eigenschaften hat mir Gott geschenkt? Und wo kann ich diese Begabungen für andere Menschen einsetzen?
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien eine gesegnete und erholsame Sommerzeit!
Cedrik Konzer