Künstliche Intelligenz

In vielen Endgeräten und Programmen ist künstliche Intelligenz am Werk, ohne dass Nutzerinnen und Nutzer es wahrnehmen: beim Sortieren der Fotos auf dem Smartphone, beim Navi im Auto, wenn Suchmaschinen oder Streamingdienste genutzt werden. „Wir haben es mit einer Technologie zu tun, die die Menschheit nachhaltig verändern wird – das müssen wir uns klarmachen“, sagt Michael Brendel. Er sieht die Chancen der Technik: für Kunst und Kreativität, als individuelle Unterstützung beim Lernen und bei allem, was mit Sprache zu tun hat – endlich mal Versicherungsverträge oder Behördensprache verstehen, weil die KI das verständlich runterbrechen kann – aber auch für die Forschung und Wissenschaft. Im Umgang mit künstlicher Intelligenz sollte man aber auf jeden Fall zwei Dinge beachten:

  1. KI-Anwendungen wirken oft menschlich, sind aber bewusstseinslose Rechenmaschinen – sie analysieren und organisieren Daten, können Muster erkennen und Lösungen vorschlagen, aber sie können nicht selber denken. Chat-Bots wie ChatGPT imitieren menschliche Sprache und Emotionen, damit man sich gerne mit ihnen unterhält, aber dahinter steckt ein Computer, der mit Nullen und Einsen operiert und nicht mit Gefühlen oder menschlichen Konzepten wie Wahrheit oder Ethik.
  2. Persönliche Daten schützen: Bei den großen Modellen, die alle in kommerzieller amerikanischer Hand sind, weiß man nicht, was mit den Daten geschieht. Deswegen sollten personenbezogenen Daten nur sehr sparsam bzw. anonymisiert für die Nutzung von KI-Anwendungen verwendet werden.

Buchtipp:

„ChatGPT, Generative KI – und wir! Kreative Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll nutzen“ von Michael Brendel (Taschenbuch, 316 Seiten/Ebook, Edition Wortverein, 2024); weitere Infos: www.michaelbrendel.de/chatgpt