Prävention (u.a. Institutionelles Schutzkonzept)

Ein stilisiertes Auge ist Bestandteil des Logos, mit dem das Bistum Osnabrück auf sein Institutionelles Schutzkonzept gegen sexuellen Missbrauch hinweist. Alle Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen im Bistum Osnabrück sind damit beauftragt, ein einrichtungsbezogenes Institutionelles Schutzkonzept zu erstellen. Dahinter steht die Überzeugung, dass jeder kirchliche Mitarbeiter ein gutes Augenmaß braucht im Umgang mit ihm anvertrauten Menschen. Das können Kinder in der Kindertagesstätte oder der Schule sein, Jugendliche in der Firmkatechese der Kirchengemeinde, Menschen in einer Einrichtung der Behindertenhilfe oder Erwachsene im Krankenhaus oder dem Pflegeheim. Schon seit 2011 gibt es einen Präventionsbeauftragten, der Stellenumfang wurde in diesem Jahr deutlich erweitert.

Die Präventionsgruppe bietet bereits seit Jahren Qualifizierungs- und Schulungsmaßnahmen für kirchliche Mitarbeiter an und wird diesen Bereich auch noch ausbauen. In den Kursen lernen die Teilnehmer, welche Distanz zu den Anvertrauten unbedingt zu wahren, welche Art von Nähe aber trotzdem möglich ist. Sie lernen auch, Anzeichen eines möglichen Missbrauchs bei einem Anvertrauten zu erkennen und wie sie angemessen auf einen solchen Verdacht reagieren können. Diese Schulungen müssen alle fünf Jahre neu belegt werden.

Die Neu- oder Nachschulungen unterliegen derzeit der Präsenzpflicht; wer teilnehmen will, muss also vor Ort sein. Wegen der Vielzahl an Mitarbeitern ist aber ein Konzept in Planung, damit bestimmte Schulungsformate auch per Internet absolviert werden können. Außerdem sollen Multiplikatoren ausgebildet werden, damit Schulungen auch vermehrt dezentral in der Fläche des Bistums möglich sind.

Weitere Informationen zum Thema gibt es hier.