Schichtwechsel

Schneeglöckchen im Beet
Bild: unsplash.com, Max Conrad

In den letzten Wochen hat hier in unserem Pfarrgarten eine Christrose ganz tapfer die Stellung gehalten und vor sich hin geblüht. Und so viele Blüten wie dieses Jahr hatte sie noch nie!

Jetzt werden die ersten Blüten leicht braun … aber dafür stehen die Schneeglöckchen in den Startlöchern. Sie sind zwar noch nicht aufgeblüht, aber man sieht schon das Weiße schimmern. Es dauert nicht mehr lang.

Schichtwechsel ist angesagt. Die einen gehen, die anderen kommen. Und das wird das ganze Jahr so weitergehen. In den nächsten Wochen wird der Garten den Krokussen gehören, dann übernehmen die ersten Tulpen. Und dann kommt die Forsythie und der kleine Mandelbaum. Und wenn erst die Schmetterlingsflieder wieder austreiben und die Büsche und Bäume ihre Blätter haben, wird man von all den Frühlingsblühern nichts mehr ahnen.

Alles hat seine Zeit – nicht nur im Garten, sondern auch in meinem Leben. Mal blüht das eine, mal das andere. Das eine vergeht, um anderem Raum zu geben. Da reift etwas heran, dort stirbt etwas ab oder verblüht einfach.

Und all das darf auch so sein.

Zu erwarten, dass alles gleichzeitig blüht, ist unrealistisch – und wäre wohl auch ziemlich langweilig. Der Wechsel macht’s.

Aber: Irgendwas blüht immer – auch in meinem Leben. Mal das eine, dann wieder das andere. Mal blüht mehr, mal weniger … aber irgendwas blüht immer.

Und notfalls die Primel im Wohnzimmer …

Wie weit sind Ihre Schneeglöckchen denn?

 

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