Verändert bleiben: Wir wirken in der Gesellschaft

Hände halten Zahnräder
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Ob in Krankenhäusern oder Beratungsstellen, in Kultur, Bildung oder Seelsorge – katholische Kirche im Bistum wirkt an vielen Stellen in der Gesellschaft und arbeitet aktiv am Gemeinwohl mit. Warum das so wichtig ist, erläutert Bischof Dominicus hier:

Die Bibel ist voll von Geschichten, die davon berichten, wie Menschen aus ihrem Glauben heraus in ihre Lebenswelt wirken. Der Prophet Jeremia formuliert den prägnanten Satz „Suchet das Wohl der Stadt“ (Jer 29,7). Die Evangelien sind große Erzählungen davon, wie Jesus mit seiner Botschaft der Liebe Gottes zu den Menschen zugleich Unrechtsstrukturen anprangert. Das Magnifikat ist eine Hymne auf Gottes umwälzende Botschaft, die immer auch in der Gesellschaft spürbar wird.

Deshalb ist es nur folgerichtig, wenn wir, die katholische Kirche im Bistum Osnabrück, formulieren, dass wir in der Gesellschaft wirken und aktiv am Gemeinwohl mitarbeiten.

Dieser Orientierungspunkt beschreibt eine Realität, denn wir sind z.B. im Sozial-, Bildungs-  und Kulturbereich in der Gesellschaft präsent und wirksam. Dies gilt auch für unsere Seelsorge.

Orientierungspunkt zukünftige Kirche im Bistum Osnabrück

Der Orientierungspunkt beschreibt zugleich eine Selbstverpflichtung für die Zukunft. Gerade in diesen Zeiten, in denen spaltende Kräfte mit menschenverachtenden  Ideologien immer mehr Macht und Zustimmung gewinnen, haben wir als Christen eine andere Botschaft: Gottes bedingungslose Liebe nimmt jeden Menschen an. Gott steht besonders an der Seite der Armen, Unterdrückten, Kranken, Geflüchteten und all derer, deren Würde bedroht ist. Es ist unsere Aufgabe, gerade ihnen unsere Hoffnungsbotschaft zuzusprechen und zusammen mit ihnen die Gesellschaft so weiterzuentwickeln, dass sie immer menschenfreundlicher wird.

Die Botschaft der unbedingten Anerkennung eines jeden Menschen gilt auch für die besonders schutzbedürftigen Phasen am Anfang und am Ende des Lebens.

Dass Gott ein Gott des Lebens ist, bringen wir auch zum Ausdruck durch unseren Einsatz für das ungeborene Leben und für die Menschen, die auf ihr Lebensende zugehen.

Weitere Infos

Beratungs- und Hilfeangebote für schwangere Frauen und die politische Positionierung in der Diskussion um den §218 sind genauso eine Konsequenz des Evangeliums wie der Einsatz für eine gute Suizidprävention oder das Angebot von palliativmedizinischer Behandlung in den katholischen Krankenhäusern.

Wir wirken in der Gesellschaft. Das ist ein dynamischer Prozess. So, wie sich Gesellschaft verändert, verändert sich auch unser konkretes Tun; wenn wir mit und für andere Menschen wirken, verändern wir uns. Nur so bleiben wir uns und Jesu Liebesbotschaft treu. Ich wünsche Ihnen dafür Gottes Segen!

Auch wenn ich gehe im finsteren Tal, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab, sie trösten mich.

Psalm 23,4

Schafe, Herde, Nebel