Wegweiser

Wegweiser im Sonnenuntergang
Bild: unsplash.com, Javier Allegue Barros

Ist das ein Fasten, wie ich es wünsche, ein Tag, an dem sich der Mensch demütigt: wenn man den Kopf hängen lässt wie eine Binse, wenn man sich mit Sack und Asche bedeckt? Nennst du das ein Fasten und einen Tag, der dem HERRN gefällt? Ist nicht das ein Fasten, wie ich es wünsche: die Fesseln des Unrechts zu lösen, die Stricke des Jochs zu entfernen, Unterdrückte freizulassen, jedes Joch zu zerbrechen? Bedeutet es nicht, dem Hungrigen dein Brot zu brechen, obdachlose Arme ins Haus aufzunehmen, wenn du einen Nackten siehst, ihn zu bekleiden und dich deiner Verwandtschaft nicht zu entziehen?

Jesaja 58,5-7

Die Fastenzeit beginnt oft mit den Fragen: Was nehme ich mir vor? Worauf verzichte ich? Was soll sich ändern – jetzt, für die Fastenzeit und überhaupt?

Weitere Infos

  • Dieser Text ist Teil einer Reihe von Impulsen zur Fastenzeit 2026. Sie stammen von unterschiedlichen Menschen aus dem Bistum Osnabrück und stehen unter der gemeinsamen Überschrift „Weg(e)“. Die Texte sollen Lust machen, in der Fastenzeit vertraute Pfade neu zu entdecken. Weitere Impulse werden in den kommenden Wochen auf der Startseite veröffentlicht.
  • Eine Übersicht mit Angeboten zur Fastenzeit finden Sie hier.

Jesaja stellt diese Fragen nach dem Fasten auf den Kopf. Für ihn liegt der Weg nicht im Rückzug oder in der Selbstoptimierung. Der Wegweiser zeigt auf etwas anderes: zu den Menschen, die Unterstützung brauchen. Fasten wird so nicht zum persönlichen Projekt, sondern zu einer Haltungsfrage.

Vielleicht braucht es genau diesen Perspektivwechsel, um den eigenen Weg durch die kommenden Wochen zu finden.

Welcher Wegweiser hilft dir, deinen Blick zu weiten und auf andere zu richten?

Ein Impuls von Eva Gutschner – Referentin für digitale Glaubenskommunikation im Bistum Osnabrück

Du tust deine Hand auf und sättigst alles, was lebt, mit Wohlgefallen.

Psalm 145,16

Frau, sonnig, draußen