Wir, das Licht der Welt

Lampen in einem Raum
Bild: unsplash.com, Patrick Schneider

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr, außer weggeworfen und von den Leuten zertreten zu werden. Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht eine Leuchte an und stellt sie unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; dann leuchtet sie allen im Haus. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Matthäus 5,13-16

In welcher historischen Zeit wäre ich lieber als im Hier und Jetzt?

Diese Frage stammt aus einem Podcast mit dem Titel: „Weltuntergang – nein, danke!“ Thematisiert wird in diesem, inwiefern uns die vielen negativen Nachrichten beeinflussen, ob die Situation aktuell wirklich so schlimm ist und mögliche Strategien, damit umzugehen. Professor Dr. Ewald Frie fragt in dem Podcast: Würden wir lieber zu Beginn des 1. Weltkriegs, lieber im Kalten Krieg oder in schwierigen Verhältnissen zu Beginn der Industrialisierung leben. Damit will er ausdrücken, dass es keine Zeit ohne Krisen gibt – ohne die vielen akuten Krisen in irgendeiner Form abzuwerten und klein zu reden.

Das Bibelfenster

Hier kommentieren jede Woche Menschen aus dem Bistum Osnabrück eine Bibelstelle aus einer der aktuellen Sonntagslesungen – pointiert, modern und vor allem ganz persönlich.

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Auch mich treibt die Frage um, was gerade in der Welt alles los ist und wie ich darauf reagieren kann. Mir persönlich sind optimistische Nachrichten und eigene positive Erfahrungen damit unglaublich wichtig und tun mir gut, damit ich nicht resigniere. Dabei berühren mich Menschen besonders, die sich solidarisch für die Gesellschaft einsetzen. Diesen Auftrag haben auch wir Christinnen und Christen in der Welt. Jesus spricht im Matthäus-Evangelium seinen Jünger:innen und somit uns als Nachfolger:innen zu, dass wir das Licht der Welt sind. Dieses Licht soll den Menschen leuchten, anhand unserer guten Taten, so dass wir zum Segen werden.

Mit Blick auf die beginnende Fastenzeit sind wir als Christinnen und Christen dazu ermutigt, auf die Dinge zu schauen, die uns Kraft rauben. Gleichzeitig ist es eine Chance, den Blick für die Dinge zu schärfen, die uns Energie im Leben und Glauben geben. In dieser Zeit der Besinnung kann eine mögliche Frage sein, was ich dafür tun kann, um das Zusammenleben im Hier und Jetzt, auch im Kleinen, positiv zu gestalten.
Ich wünsche allen eine Fastenzeit mit vielen gesegneten Momenten!

Cedrik Konzer

Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.

Psalm 23,2

Picknic, Fahrrad, Wiese