Zahlt die Kirche Entschädigungen für Opfer sexuellen Missbrauchs?

Die Katholische Kirche in Deutschland leistet materielle und immaterielle Hilfe für Betroffene (Opfer) von sexueller Gewalt und bringt damit zum Ausdruck, dass sie das Leid der Betroffenen sieht und das Unrecht der Täter verurteilt. Diese Hilfe kann nach einer unbürokratischen Plausibilitätsprüfung in Form einer Einmalzahlung gewährt werden. Betroffene (Opfer) sexuellen Missbrauchs können solche Hilfen bei den Missbrauchsbeauftragten der Diözese bzw. Ordensgemeinschaft beantragen, die für den Täter zum Zeitpunkt der Tat die kirchliche Verantwortung trug oder der er angehörte.

Es empfiehlt sich dringend, einen Antrag auf materielle Leistungen in Anerkennung des Leids gemeinsam mit einer/einem der Missbrauchsbeauftragten des Bistums auszufüllen. Von der/dem Beauftragten des Bistums wird der Antrag dann an die entsprechende Stelle weitergeleitet. Der Antrag kann ausnahmsweise auch unmittelbar bei der Zentralen Koordinierungsstelle gestellt werden, wenn die verantwortliche kirchliche Trägerinstitution in der Zwischenzeit nicht mehr existiert und es keinen Rechtsnachfolger gibt.

Neben Einmalzahlungen bietet die Kirche in Beratungsstellen weitere Zugänge zur Lebenshilfe an (zum Beispiel Beratung bei Konflikten im familiären Bereich, psychologische Beratung und Schuldnerberatung).

Weitere Informationen dazu und die entsprechenden Formulare finden Sie auf der Internetseite der Deutschen Bischofskonferenz. Für spezielle Fragen zum Thema stehen Ihnen die Ansprechpartner für Missbrauchsopfer im Bistum Osnabrück gerne zur Verfügung.