Woche für das Leben

Bild: Woche für das Leben

Kennen Sie die Aktion „Woche für das Leben“? Jährlich laden die beiden großen Kirchen in Deutschland dazu ein, sich für eine Woche in Gottesdiensten und unterschiedlichsten Veranstaltungen mit einem in unserer Gesellschaft aktuellen Thema zu befassen: einem Thema, das  existentielle Fragen des Lebens und Sterbens berührt.

In den Jahren 2017 und 2018 steht die Aktion unter der Überschrift „Kinderwunsch – Wunschkind – Designerbaby“. Sie thematisiert den Wunsch nach einer sorgenfreien Schwangerschaft, einer glücklichen Geburt, einem gesunden Kind und einem guten Gedeihen des Kindes. Dieser Wunsch ist in jeder Hinsicht nachvollziehbar – und bleibt doch häufig unerfüllt. Mögliche, tief gehende Fragen, die sich innerhalb eines solchen thematischen Rahmens stellen, sind: Was kann man tun, wenn der erhoffte Kindersegen ausbleibt? Welche Maßnahmen sind notwendig, welche angemessen, um eine Schwangerschaft und Geburt für Mutter und Kind, aber auch das Umfeld – v. a. den Vater – gut vorzubereiten? Welche Möglichkeiten gibt es, wenn Zweifel darüber entstehen, ob das Kind im Mutterleib gesund ist? Die moderne Medizin eröffnet eine Fülle an Handlungsoptionen, die aber in der jeweiligen Situation in vielerlei Hinsicht abgewogen werden müssen.

Die Herausforderungen sind immens. Ich selber merke das gerade wieder einmal verstärkt, weil ich die zentrale Veranstaltung unseres Bistums mitgestalten werde, und mich deshalb derzeit mit der Thematik etwas intensiver auseinandersetze.

Über den Autor

Johannes Wübbe ist Weihbischof in unserem Bistum. Auf wen er in seinem Alltag trifft und was ihn bewegt – wir werden das in seinen Blogbeiträgen verfolgen.

Wir begehen die „Woche für das Leben 2017“ vom 29. April bis 6. Mai und wollen möglichst viele dazu einladen, sich mit den angedeuteten Fragen zu beschäftigen, sich eine Meinung zu bilden und aus christlicher Verantwortung heraus um des Menschen willen Stellung zu beziehen. Eine zentrale Veranstaltung im Bistum Osnabrück findet am 4. Mai ab 17 Uhr im Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen statt; weitere Infos dazu gibt es hier im Kalender.

Ich wünsche allen Veranstaltungen in diesen Wochen, aber v. a. auch denen, die ganz persönlich in unterschiedlicher Weise von diesem Thema berührt sind, Gottes Segen und sensible, fachkundige Begleiterinnen und Begleiter! In folgendem Gebet drückt sich für mich ganz gut aus, aus welcher Hoffnung unser christlicher Glauben einen solchen Segenswunsch formulieren kann:

Gott, von deinem Ja zu uns leben wir.
Du hast uns geschaffen und begleitest unsere Schritte.
Du hast uns geschaffen und zur Mitwirkung an deiner Schöpfung berufen. Wir können Kinder zur Welt bringen. Wir können ihr Aufwachsen begleiten und ihnen Hoffnung und Freude für ihr Leben mitgeben.
Nicht jede Frau, nicht jedes Paar hat die Chance ein eigenes Kind zu bekommen. Wir wissen nicht, warum. Schenke diesen Menschen deinen Trost.
Ob du nun erwachsen bist oder noch ein Kind, der Herr segne und behüte dich …

 

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