Immer eine Sternlänge voraus – Dreikönigssingen in Coronazeiten

Drei Sternsinger laufen im Abstand von 1,5 Metern hintereinander her.
Sternsingen? Aber sicher! - das stimmt bei der Dreikönigsaktion 2021 besonders. Bild: Sternsinger

Die Sternsinger sind auch 2021 wieder rund um den 6. Januar unterwegs. Sie schreiben den Segen  „C+M+B“ („Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“) an die Häuser und sammeln Spenden für Kinder in der ganzen Welt. Allerdings läuft dieses Mal wegen Corona manches etwas anders als in den vergangenen Jahren.

Denn gerade in diesen Zeiten soll gelten: „Sternsingen? Aber sicher!“ Deshalb müssen auch gekrönte Häupter, wie die Heiligen Drei Könige, bei dieser Sternsingeraktion Hygieneregeln beachten – zum Beispiel Abstand halten, Maske tragen, Händewaschen. Alles Wichtige sowohl für die Kinder selbst, wie auch für ihre Begleiter*innen, die Menschen in der Vorbereitung und diejenigen, die gerne den Segen der Sternsinger hätten, hat der BDKJ-Diözesanverband Osnabrück auf seiner Internetseite zusammengestellt. Dort ist auch ein Kontakt für Rückfragen angegeben.

Kindern Halt geben – in der Ukraine und weltweit

Das Aktionsplakat zeigt zwei Kinder, die einem Auto hinterherschauen.

„Segen bringen, Segen sein. Kindern Halt geben – in der Ukraine und weltweit“ heißt das Leitwort der Aktion Dreikönigssingen 2021. Mit diesem Motto machen die Sternsinger darauf aufmerksam, wie wichtig es für Kinder ist, in einem intakten Umfeld aufzuwachsen, das ihnen Halt gibt. Zahlreiche Kinder in der Ukraine wachsen ohne Vater, Mutter oder beide Elternteile auf, weil diese im Ausland arbeiten. Studien zeigen, dass die längere Abwesenheit der Eltern den Kindern emotional und sozial schadet. Sie fühlen sich verlassen und vernachlässigt, haben häufig Probleme in der Schule.

Die Sternsingeraktion wurde 1959 erstmals gestartet. Inzwischen ist das Dreikönigssingen die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Rund 1,19 Milliarden Euro sammelten die Sternsinger seit dem Aktionsstart, mehr als 75.600 Projekte für benachteiligte Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa wurden in dieser Zeit unterstützt. Die Aktion wird getragen vom Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

Weitere Infos

  • In den meisten Gemeinden sind die Sternsinger rund um den 6. Januar unterwegs. Wann und wo genau die Sternsinger vorbeikommen, erfahren Sie bei Ihrer Kirchengemeinde!
  • Hier gibt’s noch mehr Infos und Materialien zur Sternsingeraktion.

Video zur Aktion: Willi Weitzel in der Ukraine

Reporter Willi Weitzel trifft in der Ukraine die Geschwister Nastia und Kola, Maxim und viele weitere Kinder. Sie alle müssen ohne Mutter, Vater oder beide Elternteile aufwachsen: Um ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen, arbeiten ihre Eltern im Ausland, und die Familien sind oft für lange Zeit getrennt. Hilfe bekommen sie in den Kinderzentren der Caritas. Hier können Nastia, Kola, Maxim Hausaufgaben machen und ihre Freizeit verbringen. Den Familien bietet die Caritas psychologische und praktische Hilfe im Alltag. Von Willi Weitzels Reise in die Ukraine berichtet dieser Film:

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