Betroffenenrat

Neun Personen bilden den ersten gemeinsamen Betroffenenrat der Bistümer Hamburg, Hildesheim und Osnabrück. Ein unabhängiges Auswahlgremium hat sie im Frühjahr 2022 für drei Jahre berufen.

Zu seinen Aufgaben gehört es, die Aufarbeitung und Weiterentwicklung des Umgangs mit sexualisierter Gewalt in den Bistümern Hamburg, Hildesheim und Osnabrück zu begleiten. Er ist ein Expertengremium, das die Sicht der Betroffenen einbringt. Dazu heißt es in der Präambel seiner Geschäftsordnung: „Der Rat fordert und fördert neue Wege der Aufarbeitung der Verbrechen an Betroffenen und des institutionellen und persönlichen Umgangs mit ihnen. Er macht es sich zur Aufgabe, Defizite in Aufarbeitung, Intervention und Prävention offen und deutlich zu benennen und Wege der Selbstermächtigung der Betroffenen zu erschließen.“

Das aktuelle Sprecher-Team des Betroffenenrats bilden Jens Kuthe (Osnabrück), Raphael Ohlms (Hildesheim) und Norbert Thewes (Hildesheim). Erreichbar ist der Betroffenenrat derzeit über seine Geschäftsstelle im Erzbistum Hamburg: Ursula Freese: ursula.freese@erzbistum-hamburg.de. Zeitnah soll eine Internetseite erstellt werden, über die ein direkter Kontakt zu den einzelnen Mitgliedern möglich sein wird und auf der die Geschäftsordnung, Protokolle und Stellungnahmen veröffentlicht werden. 

Weitere Infos

  • Hier gibt es weitere Infos zur Aufarbeitungskommission.
  • Grundlegende und aktuelle Informationen zum Umgang mit sexualisierter Gewalt und geistlichem Missbrauch im Bistum Osnabrück sowie zur Präventionsarbeit des Bistums gibt es hier.

Der Betroffenenrat entsendet drei Mitglieder in die gemeinsame Aufarbeitungskommission der drei norddeutschen Bistümer, die sich im Aufbau befindet. Die Bistümer Hamburg, Hildesheim und Osnabrück verbindet bis in das Jahr 1995 hinein eine gemeinsame Geschichte. Das Erzbistum Hamburg ist 1995 aus Gebieten der Bistümer Hildesheim und Osnabrück hervorgegangen. Deshalb wurde die Bildung einer gemeinsamen Aufarbeitungskommission und die Berufung eines gemeinsamen Betroffenenrates vereinbart.