Johannes Wübbe zum Bischof geweiht

Johannes Wübbe zum Bischof geweiht
Bischof Franz-Josef Bode und der neue Weihbischof Johannes Wübbe bei dessen Weihegottesdienst im September 2013 Bild: Bistum Osnabrück

Das Bistum Osnabrück hat einen neuen Weihbischof: In einem feierlichen Gottesdienst wurde der bisherige Pfarrer von Spelle, Johannes Wübbe, am 1. September im Osnabrücker Dom von Bischof Franz-Josef Bode geweiht. Der 47-jährige Wübbe ist als Weihbischof im Bistum Osnabrück Nachfolger von Theodor Kettmann, der im November 2011 nach 33 Dienstjahren in den Ruhestand getreten war.

„Das ist der Tag, den Gott gemacht hat! Wir feiern heute das Fest der Bischofsweihe, auf das wir so lange gewartet haben“, sagte Bode den rund 1500 Gläubigen im Osnabrücker Dom. In seiner Predigt würdigte Bode den neuen Weihbischof als „bodenständig, behutsam und bescheiden und dadurch vertrauenerweckend und glaubwürdig“. Er sei davon überzeugt, dass es Wübbe nicht schwer fallen werde, sich den Menschen zuzuwenden, sagte Bode.

Gebet aus dem Andenkenbild zur Bischofsweihe:

Gott, du Schöpfer allen Lebens,
von Beginn an
sprichst du den Menschen deinen Segen zu.
So begleitest du ihren Weg und ermutigst zum Aufbruch.
Was vor Zeiten anfing, ist nicht zu Ende.
Deshalb segne auch heute unsere Wege in Glauben und Hoffnung;
die schönen, aber auch die schweren und riskanten,
die bekannten wie die unbekannten.
Amen.

„Bleib nicht bei dir und deinen Kreisen, sondern geh bis an die Grenzen, dorthin, wo Menschen an ihre Grenzen geraten, und auch bis an deine eigenen Grenzen“, rief Bode dem neuen Weihbischof zu. Papst Franziskus gebe „ein beredtes Vorbild, in einem hohem Amt Mensch zu bleiben und Barmherzigkeit, Güte und Aufmerksamkeit für alle auszustrahlen“.
Bode ging auf den bisherigen Einsatz Wübbes ein: „In der Pastoral im Krankenhaus, mit Gehörlosen, in der Gemeinde und in langen Jahren mit jungen Menschen hast du gezeigt, dass du mit den Menschen und unter den Menschen leben willst, an welchem Platz sie sich auch befinden.“ So ermutigte er Wübbe „die Arme und das Herz weit zu öffnen für die Menschen und sie auf den immer größeren Gott zu verweisen“.

Zum Schluss gab Bode dem neuen Weihbischof dreierlei mit auf den Weg: „Demütig bleiben, Weisheit üben, Hoffnung leben in liebender Verantwortung und Treue.“ Auch in Situationen von Anfechtung und Mutlosigkeit solle er diesen Weg unter der Gnade Gottes und mit dessen Segen gehen. Bode: „Du willst ja mit uns und für uns hoffen. Auch wir werden es mit dir und für dich tun.“

Am Ende der Messe bedankte sich der neue Weihbischof Johannes Wübbe in einer Ansprache: „Danke all denen, die vor mir, hinter mir und neben mir sind“, sagte Wübbe. Er dankte Franz-Josef Bode für das Zutrauen, dankte den Mitkonsekratoren, allen Priestern, Diakonen und Mitarbeitern im kirchlichen Dienst. Und er dankte seiner Familie und seinen Freunden: „Weil auch wir Priester und Geistliche Menschen brauchen, bei denen wir wissen, dass wir dort zu Hause sind.“ Hier sein erstes öffentliches Statement, direkt nach der Weihe in der Sakristei des Osnabrücker Doms: