Bistumshaushalt 2019

Geldschein
Bild: unsplash.com, Didier Weemaels

Das Bistum Osnabrück plant seinen diesjährigen Haushalt in Einnahmen und Ausgaben mit rund 184,1 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahresplan sind das nach Angaben von Finanzdirektor Joachim Schnieders rund 8,2 Millionen Euro mehr. Der Haushalt könne allerdings nur durch eine Rücklagenentnahme in Höhe von 3,7 Millionen Euro ausgeglichen werden, sagte Schnieders bei der Vorstellung des Haushaltplanes im Januar 2019. Aufgrund der derzeitigen positiven Wirtschaftslage geht Schnieders auch in diesem Jahr von einem positiven Kirchensteueraufkommen aus.

Insgesamt 84,2 Prozent seiner Einnahmen erhält das Bistum durch die Kirchensteuer. Der größte Teil der Haushaltsmittel für dieses Jahr geht mit rund 58 Millionen Euro oder knapp einem Drittel der Gesamtausgaben an die 218 Kirchengemeinden, zum Beispiel für die Seelsorge, für Personal oder für Investitionen. Die Schlüsselzuweisungen für die Kirchengemeinden wurden pauschal um mehr als drei Prozent angehoben.

  • Weitere Infos
    In einem Faltblatt unter dem Titel „Einblick – Kirchensteuer 2019“ hat das Bistum wieder Informationen über die Verwendung der Kirchensteuer zusammengestellt. Sie können es hier als PDF herunterladen! Gedruckt ist der Flyer in den Kirchengemeinden erhältlich und in der Finanzabteilung des Bischöflichen Generalvikariates, Hasestraße 40 a, 49074 Osnabrück, Telefon 0541 318-171, E-Mail: finanzenundbau@bistum-os.de
  • Warum erhebt die Kirche Steuern, wieviel Geld bekommt sie vom Staat und was ist eigentlich der Bischöfliche Stuhl? Antworten auf diese und viele weitere Fragen finden Sie hier!
  • Auch die Deutsche Bischofskonferenz bietet auf ihrer Internetseite umfangreiche Informationen zum Thema.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Bereich „Caritas, soziale Dienste“, der 34,2 Millionen Euro erhält. Dazu gehören u.a. die Zuschüsse des Bistums für die Kindertagesstätten (17 Millionen Euro), die Caritasverbände (9,2 Millionen Euro) und die Ehe-, Familien-, Lebens- und Erziehungsberatungsstellen (3 Millionen Euro). In den Bereich „Bildung, Kunst, Medien“ investiert das Bistum rund 27,7 Millionen Euro. Der Großteil davon, nämlich 21,6 Millionen Euro, fließt in die katholischen Schulen.

Trotz des positiven Kirchensteueraufkommens aufgrund der guten Wirtschaftslage in Deutschland muss das Bistum laut Schnieders langfristig aber mit einem Rückgang des Steueraufkommens rechnen. Grund dafür seien rückläufige Taufzahlen, erhöhte Sternbezahlen und „deutlich erhöhte Kirchenaustrittszahlen“.