Gottes Weisheit – eine Herzensangelegenheit

Hand, die ein leuchtendes Herz festhält
Bild: Adobe Stock / Bostan Natalia

Der Gott Jesu Christi, unseres Herrn, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und Offenbarung, damit ihr ihn erkennt. Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid, welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt.

Epheser 1,17f.

Auf dem Ende dieser Lesung aus dem Epheserbrief möchte ich gerne ein wenig „herumkauen“; denn der Schlussvers ist für mich schon vor Jahren zu einem Leitwort geworden. 

Portrait von Martin Splett in rund
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Wie können wir Gott erkennen? Nicht durch große Klugheit oder viel Wissen, sondern durch Weisheit, heißt es dort. Und diese Weisheit kommt nicht aus uns, sondern vom Geist Gottes – es besteht also kein Grund, sich etwas auf seinen Glauben einzubilden.
Gottes Weisheit ist weniger eine Kopfsache für Schlaue, sondern eine Herzensangelegenheit für Liebevolle. „Man sieht nur mit dem Herzen gut“, das kennen wir aus dem Kleinen Prinzen. Und wer nun mit dem Herzen auf die Welt, auf die Mitmenschen und auch auf sich selbst schaut, kann dort Anzeichen für Hoffnung entdecken. Auch wenn vieles, was wir mit den Augen des Kopfes sehen, uns eher Angst macht: Wir sind berufen, das Hoffnungsvolle zu sehen – und dies nicht nur für uns selbst, sondern für die Welt, die Hoffnung so nötig hat.

So wünsche ich Ihnen ein hoffnungsfrohes Jahr 2026 und ein weises Herz mit liebevollen Augen für das Herrliche, das uns geschenkt werden soll, das von uns entdeckt werden will – in der Welt, im Mitmenschen, in uns! Vielleicht fängt Manches davon erst mal klein und unscheinbar an, schließlich ist ja auch aus einem völlig unbekannten Baby im Stall der Größte aller Zeiten geworden.

Martin Splett

Denn ich will euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben.

Jeremia 29,11