Kinderbetreuung mit Qualität

Kind spielt
Bild: pixabay.com, FeeLoona Public Domain

In den vergangenen 10 Jahren hat das Bistum viele Millionen Euro in den Ausbau seiner Betreuungsangebote und die Verbesserung der räumlichen Infrastruktur in den Kitas und Kindergärten investiert. Damit einher gingen die Einführung professionellen Qualitätsmanagements in den Einrichtungen und der stete Ausbau der Kitas zu „Häusern für Kinder und Familien“.

„Wir halten mit unseren Kitas im Bistum hochwertige Betreuungsangebote für Kinder vor – gerade auch für die Kleinsten“, betont Generalvikar Theo Paul. Gewährt werde diese Qualität vor allem durch den engagierten Einsatz von rund 3.400 pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Einrichtungen. In Krippengruppen mit mehr als zehn Kindern kümmerten sich jeweils drei Betreuer – ein Betreuungsschlüssel, der deutlich über den gesetzlichen Vorgaben liegt. Ein in mehrjähriger Arbeit von Bistum und Diözesancaritasverband gemeinsam entwickeltes Handbuch für Qualitätsmanagement in Kitas diene den Einrichtungen als Leitfaden und Messlatte für ihre tägliche Arbeit.

Familie, Bild: iStockphoto.com, kevinruss
Damit Kinder UND Erwachsene Spaß haben, gibt’s in den Häusern für Kinder und Familien Angebote für Groß und Klein (Bild: iStockphoto.com, kevinruss)

Mit den „Häusern für Kinder und Familien“ würden die Kitas im Bistum seit Jahren zu Anlaufstellen für die ganze Familie entwickelt, sagt Generalvikar Theo Paul: „Die Idee ist, nicht nur Betreuungseinrichtung, sondern Erziehungspartner der Eltern zu sein und Familien umfassend zu unterstützen.“
Ganz praktisch heißt das zum Beispiel, dass die Betreuungsangebote auf spezielle Bedürfnisse abgestimmt werden. Früher war die Regelgruppe im Kindergarten von acht bis zwölf Uhr am Vormittag für Kinder ab drei Jahren der Standard. Heute kommen weitere Zeiten bis hin zur Ganztagsbetreuung, altersübergreifende Gruppen und Krippengruppen hinzu. Dabei ist das Angebot von Ort zu Ort unterschiedlich. Entscheidend ist der konkrete Bedarf vor Ort, der regelmäßig abgefragt wird. Neben der Kinderbetreuung bekommen Familien in den „Häusern für Kinder und Familien“ weitere Hilfen: In der einen Kindertagesstätte sind es Elternkurse, die bei Erziehungsfragen helfen, oder ein Elterncafe, in dem sich Mütter und Väter austauschen können. In der anderen Kindertagesstätte ist es der direkte Draht zur Caritas, über den Familien in schwierigen Situationen professionelle Beratung in Anspruch nehmen können. Sie stehen für das Miteinander von Kindern und Erwachsenen in den Familien, Kindertagesstätten und Gemeinden. Bislang sind rund 80 Kindertagesstätten im Bistum als „Häuser für Kinder und Familien“ zertifiziert

Fragen nach Gott und Glaube

Auch die Vernetzung mit den Kirchengemeinden und die Vermittlung religiöser Inhalte sollen in den „Häusern für Kinder und Familien“ stärker in den Mittelpunkt rücken. Gerade Kinder stellen immer wieder die Grundfragen, zunehmend kommen aber auch Eltern mit Fragen nach Gott und Glauben in katholische Kindertagesstätten. Das Bistum Osnabrück traut sich, hier Antworten zu geben. Die „Häuser für Kinder und Familien“ wollen mit diesen Aktivitäten die Eltern aber nicht ersetzen oder an den Rand drängen. Sie wollen Familien unterstützen. Antrieb und Ziel ist dabei das Wohl des Kindes.

Logo
Das Logo der Häuser für Kinder und Familien (Bild: Bistum Osnabrück)

Die „Häuser für Kinder und Familien“ bekommen ein eigenes Logo. Es soll ein Qualitätsmerkmal sein: Kindertagesstätten mit diesem Zeichen bieten mehr. Sie haben sich auf den Prozess zur Weiterentwicklung zum „Haus für Kinder und Familien“ eingelassen und die Qualität ihrer Arbeit von außen überprüfen lassen. Das neue Logo macht das deutlich:
Auf den ersten Blick ist es ein Kreuz. Ein buntes Kreuz. Passend zum bunten Bild in den „Häusern für Kinder und Familien“. Doch wer genauer hinschaut, sieht noch mehr: Vier Personen, die aus der Vogelperspektive betrachtet werden. Sie halten sich an den Händen und bilden so das bunte Kreuz. Zu sehen sind zwei Erwachsene und zwei Kinder.