Herzlich willkommen!

Bild: Bistum Osnabrück

‚Wege des Friedens‘ – ein Großereignis der besonderen Art steht für Münster und Osnabrück unmittelbar bevor: das 31. Weltfriedenstreffen mit fast 5.000 Teilnehmern und Teilnehmerinnen, darunter Hunderte von hohen Vertretern und Vertreterinnen verschiedener Religionen aus der ganzen Welt.

Christen, Juden, Muslime und Mitglieder der großen asiatischen Religionen finden sich zu einer besonderen Begegnung in den beiden Städten des Westfälischen Friedens von 1648 ein. Der Kongress mit 24 großen Podien behandelt sehr viele konkrete Dimensionen des Weltfriedens und der Religionen: Umwelt, soziale Gerechtigkeit, Terrorismus, Krieg, Gesundheit, Kinderrechte, Migranten, Menschenwürde, Gewaltlosigkeit, Abrüstung, Dialog der Religionen, 500 Jahre Reformation und der konkrete Blick auf Afrika und Asien, Tunesien und Irak sind die großen Bereiche, zu denen namhafte Experten aller Regionen und Religionen in Dialog treten.

Über den Autor

Franz-Josef Bode ist unser Bischof und Vorsitzender der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz. Seit 2010, damals als erster deutscher Bischof, schreibt Bode in unserem Bistumsblog über Begegnungen und Gedanken aus seinem bischöflichen Alltag.

Ich bin gespannt auf die Begegnungen und Gespräche und auf die gemeinsame Suche nach Wegen des Friedens in einer Zeit, in der die Welt in Dauerspannung steht. Für uns in Osnabrück ist geistlich der Höhepunkt das Gebet der verschiedenen Religionen und Gemeinschaften an verschiedenen Orten, um sich dann gegenseitig abzuholen und auf den Marktplatz zuzugehen vor der eindrucksvollen Kulisse der Marienkirche, des Rathauses und rückwärtig des Domes: Tausende von Menschen mit religiösen und politischen Verantwortlichen hören einen Friedensappell, der in den Tagen vorher entstanden ist, und lassen sich ermutigt für weitere Friedensschritte in ihrem Alltag zurücksenden – von dem Ort aus, wo 1648 die Menschen nach dem grausamen Dreißigjährigen Krieg wieder aufatmen konnten.

Wo und wann sonst gelingt es, so viele religiös und politisch Verantwortliche an einen Ort zu bekommen, um zum Frieden beizutragen durch dieses unübersehbare Zeichen, das jährlich wiederkehrt: ein Tag des Friedens prägt weitere 365 Tage konkreter Friedensarbeit?! Für uns in Münster und Osnabrück – und für den Münsteraner Bischof Felix Genn und mich persönlich – ein historischer Tag, den wir nach über vierzigjähriger Freundschaft erleben dürfen.

Herzlich willkommen!

 

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