Weltfriedenstreffen in Osnabrück und Münster

Bild: Bistum Osnabrück

Vom 9. bis 12. September 2017 findet das internationale Weltfriedenstreffen der Gemeinschaft Sant’Egidio in Osnabrück und Münster statt. Führende und hochrangige Vertreter der verschiedenen Weltreligionen und mehrerer Staaten sowie tausende Teilnehmer sind dazu in den Domstädten versammelt. Eine geschichtsträchtige und zukunftsweisende Veranstaltung!

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode freut sich schon seit Monaten darauf, das große Treffen der Religionen unter dem Motto „Wege des Friedens“ in Münster und Osnabrück stattfinden zu lassen, denn „beide Städte stehen für das Ende des Dreißigjährigen Krieges. Hier wurde im gesamteuropäischen Friedenskongress in den Jahren 1641 bis 1648 der Westfälische Friede geschlossen.“

Weltfriedenstreffen live im Internet

Das Bistum Osnabrück überträgt in Kooperation mit domradio.de die Abschlussveranstaltungen des internationalen Weltfriedentreffens live im Internet – am Dienstag, 12. September 2017, ab 17 Uhr auf www.bistum-osnabrueck.de!

Die beiden Friedensstädte Münster und Osnabrück seien daher aufgrund ihrer Geschichte Orte des Dialogs und der Verständigung. Deshalb findet Bode: „Es ist ein gutes Zeichen, dass sich die Vertreter der Religionen hier treffen, um den Frieden in der Welt zu fördern. Selten war diese Friedensbotschaft, dieser gemeinsame Wille zum Frieden, dieses Licht in der Dunkelheit so notwendig wie in diesen Zeiten der Geschichte, wie wir sie zurzeit global und regional erleben.“

Laut Münsters Bischof Felix Genn sei es Ziel des Treffens, Menschen aus ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen und Ländern zusammen zu führen. „Es geht bei dem Treffen um alle Facetten des Friedens, den innerkirchlichen Frieden, aber auch den Frieden in der Welt“, erklärt Genn. Er hebt hervor, dass die Sehnsucht nach Frieden alle Menschen umtreibe: „Es gibt wohl kein anderes Thema, das in seinen vielfältigen Facetten eine solche Bedeutung für unser Zusammenleben hat.“

Stichwort: Gemeinschaft Sant’Egidio

Weitere Infos

Der Dienst für die Armen und der Einsatz für den Frieden – darin sehen Mitglieder der katholischen Laiengemeinschaft Sant’Egidio einen Hauptpfeiler christlichen Handelns. Diese Überzeugung findet Ausdruck in politischem Engagement bei Friedensverhandlungen in akuten Konflikten oder im politischen Einsatz für humanitäre Korridore für Flüchtende. Ganz handfest arbeiten aber auch weltweit viele Mitglieder der Gemeinschaft an der Basis für bessere Bildung, gegen Krankheiten oder für die Bekämpfung von Armut.

Die im Mai 1968 in Rom entstandene katholische Bewegung Sant‘Egidio ist nach ihrem Hauptsitz, dem ehemaligen Kloster Sant’Egidio im römischen Stadtteil Trastevere benannt. Sant’Egidio widmet sich der karitativen Arbeit, der Diplomatie in Bürgerkriegsgebieten sowie dem Dialog der Religionen. Papst Johannes Paul II. hatte 1986 erstmals Religionsführer aus aller Welt zu einem Treffen in Assisi zusammengerufen. Seither veranstaltet die Gemeinschaft jährlich internationale Folgetreffen an wechselnden Orten.