Kleine Zeichen mit großer Bedeutung

Osternest mit bunten Eiern und Palmzweig
Bild: canva.com

Die Kar- und Ostertage sind eine sehr intensive Zeit im Kirchenjahr. In diesen Tagen spannt sich der Bogen von Jubel über Trauer bis hin zu neuer Hoffnung auf Leben. Es geht darum, sich an Leiden, Tod und Auferstehung Jesu zu erinnern – und zu feiern.

Unterschiedliche Rituale können helfen, diese Zeit intensiv zu erleben – egal ob zuhause, allein oder mit der Familie. Rituale müssen nicht perfekt sein. Es geht nicht darum, alles „richtig“ zu machen – sondern darum, sich bewusst Zeit zu nehmen. Hier finden Sie einfache und kreative Ideen und Impulse für die Tage von Palmsonntag bis Ostern.

Zweige segnen und gestalten: Ob Buchsbaum, Weide oder andere Zweige – sie können mit bunten Bändern oder kleinen Symbolen geschmückt werden. Anschließend können sie bewusst an Palmsonntag aufgestellt werden – als Zeichen: Jetzt beginnt eine besondere Zeit.

Ein besonderes Zeichen an Ostern ist die Osterkerze. Diese findet aber nicht nur in der Kirche ihren Platz. Sie kann auch zu Hause aufgestellt und an Ostern entzündet werden. Wie wäre es, mal eine Kerze selbst zu gestalten?

Weitere Infos

  • Was in den Tagen vor und an Ostern selbst passiert, wird hier im Weg zum Osterfest erklärt – und inspirierende Impulse gibt es auch.
  • Angebote für die Gottesdienste und Angebote vor Ort finden Sie auf den Seiten der jeweilige Kirchengemeinden oder hier im Terminkalender.
  • Viele weitere Geschichten rund um Ostern können Sie hier lesen.

Ostereier gestalten ist für viele Menschen ein beliebtes Ritual an den Feiertagen. Egal ob klassisch mit Lebensmittelfarbe, mit Wachsbatik oder Serviertentechnik – vielleicht ist dieses Jahr mal ein kreativer Wechsel angesagt?!

Die gestalteten Eier, Kerzen oder auch andere Dinge kommen dann oft in hübsche Osternester. Auch hier kann der Kreativität freien Lauf gelassen werden. Vielleicht freut sich dieses Jahr auch eine Person, die nicht damit rechnet, über ein solches Nest.

Ein schlichtes gemeinschaftliches Abendessen ist eine häufige Tradition an Gründonnerstag – vielleicht mit etwas Brot und Traubensaft. Dabei kann man sich über Dinge, für die man selbst dankbar ist, unterhalten. Wer mag kann ein kurzes Gebet sprechen.

Guter Gott, wir sind heute hier zusammen, essen und trinken miteinander. So wie Jesus es mit seinen Freundinnen und Freunden getan hat.
Du kennst uns – weißt, was uns freut und was uns schwerfällt.
Danke für das Brot, das wir teilen und für die Gemeinschaft, die wir haben.
Durch dich wissen wir: Liebe heißt: teilen und füreinander da sein. Liebe heißt auch: niemand bleibt allein. Hilf uns, so zu leben. Mach uns aufmerksam füreinander und gib uns Mut, Gutes zu tun. Amen.

Diese Zeit ist aber auch nicht nur geprägt von Freude und Basteleinheiten. An Karfreitag und Karsamstag kehrt oft Stille in den Häusern und auf den Straßen ein. Wie wäre es mit einem Spaziergang? Wer möchte, bleibt an einzelnen Stationen oder Kreuzungen stehen. Hier kann es um einen gezielten Moment der Stille gehen oder auch um Fragen, wie: Was tut weh? Was ist ungerecht? Vielleicht ist jetzt aber auch ein Gang auf den Friedhof das Richtige, um den Tod im Leben nochmal gezielt aufzusuchen.

An Ostern wird vielerorts ein Osterfeuer entzündet. Die Osterkerze brennt auch und das Licht und das Leben werden gefeiert. Wer kein großes Osterfeuer besuchen möchte, kann auch zu Hause ein kleines Feuer in einer Feuerschale machen oder vielleicht auch einfach den Grill anwerfen und Freunde und Bekannte dazu einladen.

Das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

2. Korinther 5,17