Lautstarker Wunsch nach Frieden

Lautstarker Wunsch nach Frieden
Mehr als 1500 Menschen nahmen am Abschlussgottesdienst des Ökumenischen Kirchentages von Stadt und Region Osnabrück auf dem Marktplatz in Osnabrück teil. Bild: Bistum Osnabrück

Der Ökumenische Kirchentag in Stadt und Region Osnabrück brachte an drei Tagen das Beste der jeweiligen Konfessionen zusammen. Mehr als 100 Veranstaltungen standen auf dem Programm – alles unter dem Leitwort „Wege des Friedens“. Bei strahlendem Sonnenschein kamen mehr als 1500 Menschen zum Abschlussgottesdienst auf den Osnabrücker Marktplatz.

375 Jahre nach dem Schluss des westfälischen Friedens haben die christlichen Kirchen in Stadt und Region Osnabrück einen Ökumenischen Kirchentag (OEKT) veranstaltet und viele Menschen sind der Einladung gefolgt. Als Kirchentag „von unten“ hatte der für den Kirchentag gegründete Verein die vielfältigen Angebote organisiert, die sich an zehn Themenorten in der Osnabrücker Innenstadt und weiteren Standorten mit dem Leitwort „Wege des Friedens“ auseinandergesetzt haben.

Weitere Infos

  • Eine Bildergalerie von den drei Tagen OEKT findet sich hier.
  • Die Predigt von Weihbischof Johannes Wübbe können Sie hier nachlesen.
  • Weitere Infos zum OEKT und auch zu den „Weiterwegen“ gibt es hier.

Über 1.300 Menschen waren als Mitwirkende und Helfer*innen an den drei Tagen mit Programm im Einsatz. Etwa 15.000 Teilnehmende wurden gezählt bei der Langen Nacht der Kirchen am Freitag und dem Kirchentags-Samstag. Circa 1.500 Menschen feierten den Abschlussgottesdienst auf dem Platz zwischen dem historischen Rathaus in Osnabrück und der St.-Marien-Kirche mit, als 90 Bläser*innen eines Projekt-Posaunenchors mit den eigens für den Kirchentag gedichteten Liedern den Wunsch nach Frieden lautstark einforderten.

Martin Schomaker, Dechant des katholischen Dekanates Osnabrück und Vorsitzender des OEKT-Trägervereins zog als sein Fazit: „Es gab beim Ökumenischen Kirchentag in Osnabrück viele Begegnungen von Menschen vieler Konfessionen in den unterschiedlichsten Lebensaltern. Besonders berührt hat mich beim Ökumenischen Kirchentag die Abendmesse am Samstag in der Kirche St. Johann mit der Einladung zur eucharistischen Gastfreundschaft: Der Gottesdienst war darüber hinaus inklusiv, Menschen mit und ohne Behinderung haben gemeinsam gebetet.“

„Ökumene in Stadt und Landkreis gestärkt“

„Die gemeinsame Vorbereitung des ökumenischen Kirchentages ging über mehrere Jahre und sie hat die Ökumene vor Ort in Stadt und Landkreis noch einmal enorm gestärkt. Da ist vieles zusammengewachsen inzwischen, auch dank der guten ökumenischen Arbeit seit dem ökumenischen Kirchentag vor 25 Jahren“, betonte Ilse Landwehr-Wegner, Mitglied im Vorstand des Trägervereins, Pastorin der Evangelisch-reformierten Gemeinde Osnabrück und Präses des Synodalverbandes Emsland-Osnabrück. Die große Selbstverständlichkeit im Miteinander von Kirchen und Konfessionen habe für sie etwas Zeichenhaftes für die Zukunft. „Die großen und kleinen, die bunten und nachdenklichen Veranstaltungen beim Kirchentag haben gezeigt, dass wir nah an den Menschen und nah an den Themen der Zeit sind. Es war toll, Gemeinschaft und so viele fröhliche Menschen zu erleben“, so Landwehr-Wegner.

Intensive Begegnungen und Gespräche

„Nach Frieden sehnen wir uns alle ganz intensiv. Auch deshalb, weil das Thema durch den Ukraine-Konflikt so grausam aktuell ist. Bei der Vorbereitung des Kirchentags hatten wir mit vielen Menschen aus den 18 beteiligten christlichen Konfessionen tiefgehende Begegnungen und Gespräche, die sich auch an den drei Tagen an vielen Orten in Osnabrück fortgesetzt haben“, sagte Dr. Joachim Jeska, Mitglied im OEKT-Vereinsvorstand und Superintendent des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Osnabrück. Dieses Miteinander sei ein tragfähiger Weg des Friedens und der inhaltliche Austausch werde sicher sehr konstruktiv weitergehen. „Und dass wir am Samstagabend Gottesdienste mit eucharistischer Gastfreundschaft feiern konnten, war wunderbar. Im Dom St. Peter die Oblate aus der Hand von Weihbischof Johannes Wübbe zu erhalten, war der bewegendste Moment in meinen Jahren im Dienste der Kirche“, hob Jeska hervor.