Motivation: Wenn was geklappt hat

Auf dem Osnabrücker Markt: Felix Weghorst
Auf dem Osnabrücker Markt: Felix Weghorst

Felix Weghorst engagiert sich auf unterschiedlichen Ebenen in Gemeinde und Jugendverband


„Es läppert sich“ – ein wenig Understatement schwingt mit, als Felix Weghorst darauf antwortet, was er alles ehrenamtlich macht: Er ist Mitglied im Kirchenvorstand und im Jugendausschuss seiner Heimatgemeinde Christus König in Osnabrück. Dort war er bis vor Kurzem in der Leitung des Zeltlagers am Kirchort Heilig Geist aktiv – beim nächsten geht es wieder mit, dann im Küchenteam. Außerdem hat er Sitz und Stimme im BDKJ-Vorstand auf Diözesanebene und wurde von dort aus noch in weitere Gremien entsandt, so als Mitglied im Katholikenrat und im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft der Verbände. Und dabei ist Felix Weghorst erst 25 Jahre alt!


„Im Kirchenvorstand bin ich das jüngste Mitglied“ erzählt er. Sein Alter habe hier durchaus Vorteile. „Ich finde als junger Mensch wird man gerade im Kirchenkontext überall positiv empfangen, weil die Leute froh sind, wenn sich überhaupt noch junge Leute in irgendeiner Form engagieren.“ Und ihm werde zugehört – wenn auch nicht immer zugestimmt.


Seine Ehrenämter machen ihm Spaß. Den braucht es, denn nach einem vollen Arbeitstag noch durch das Bistum zu fahren, um an Sitzungen und Versammlungen teilzunehmen, kann anstrengend sein. Durchschnittlich fünf bis zehn Stunden in der Woche gibt er ins Ehrenamt, an vier von sieben Abenden ist der Osnabrücker unterwegs.


Es motiviert ihn vor allem, wenn er das Ergebnis sieht, „wenn was geklappt hat“. Als die Jugend in Christus König einen BDKJ-Gemeindeverband gegründet hat, beispielsweise. Oder einen Förderverein für das Zeltleger, in den dann binnen kurzer Zeit 130 Mitglieder eingetreten sind. Das entschädigt für viele Stunden Sitzung und Diskussion. „Es gibt da einen schönen Spruch: Es tagt und tagt und wird nicht heller“, schmunzelt er. Dinge gut durchzudenken, das findet Weghorst schon nötig. „Aber man muss irgendwann ins Handeln kommen und entscheiden.“

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Ihn treibt es an, etwas verändern zu können – vor Ort, im BDKJ, im Bistum. „Im Kirchenvorstand bin ich, weil ich in der Gemeinde an der Entscheidungsfindung teilhaben kann.“ Für ihn ist das Gremium vergleichbar mit dem Aufsichtsrat eines Unternehmens. „Man entscheidet mit, man sitzt am Tisch, kriegt alle nötigen Informationen“, sagt er.

Bei allem Engagement hat er trotzdem ein paar Wünsche: vor allem, dass die ehrenamtliche Arbeit im Bistum auch ernst genommen wird – mit allen Folgen. Zwar stellten die Hauptamtlichen den Rahmen, die Struktur und das mit hohem persönlichem Einsatz, der oft über eine normale Berufstätigkeit hinaus geht. „Aber es wird überall davon gesprochen, dass wir eine Kirche des Ehrenamts werden. Faktisch sind wir das schon seit Jahren“, meint Weghorst. Wenn dem aber so ist, muss man die Entscheidungen auch mit denen treffen, die sich ehrenamtlich engagieren, findet er. Das sei zwar schon besser geworden – gerade an der Basis. So sieht er den Diözesanpastoralrat, den Bischof Dominicus in den kommenden Monaten einführen will, in dieser Hinsicht positiv. Auch bei den Dekanatsprozessen, die die Transformation vor Ort gestalten, sei ehrenamtliche Beteiligung erwünscht und nötig. Aber Luft nach oben gebe es trotzdem noch.


Berufliches und Privates miteinander zu verbinden – in seiner Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann, die er bald abschließt, sei das möglich. Ab dem Wintersemester 2026 will er dann studieren, „Öffentliches Management“ an der Hochschule Osnabrück. Denn um auch beruflich weiter durchstarten zu können und vielleicht einmal eine Leitungsstelle zu bekommen, sei ein Studium nötig. Erfahrungen dafür hat er bereits in seinen Ehrenämtern gesammelt – da hat sich schon einiges zusammengeläppert.

Friede sei mit den Brüdern, Liebe und Glaube von Gott, dem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.

Epheser 6,23
Peace-Zeichen an einer Mauer