Eine unvorstellbare Sehnsucht nach Frieden – Paul Lefmann (1893 – 1929)
Bremer Feldpost aus dem Ersten Weltkrieg –
Sonderausstellung vom 26. Februar bis 17. April 2026
Im Zentrum der Ausstellung im Diözesanmuseum steht Paul Lefmann (1893-1929) aus Bremen – Pianist, Chorleiter und Musiklehrer, der im Ersten Weltkrieg von 1915 bis 1918 in verschiedenen Funktionen in den besetzten Gebieten der Champagne und der Ardennen eingesetzt war. Während dieser Zeit pflegte er mit Verwandten und Freunden einen intensiven Briefkontakt, der ein vielstimmiges Bild jener Jahre zwischen Front und Heimat vermittelt. Seine Worte geben nicht nur Einblick in die äußere Wirklichkeit des Krieges, sondern spiegeln auch eine innere Welt, die über militärische Abläufe hinausgeht: Angst, Entfremdung, Hoffnung, Menschlichkeit – und eine tiefe Sehnsucht nach Frieden.
Weitere Infos
Die Ausstellung versteht sich als Begegnungsraum und wird umfangreich didaktisch begleitet. Es stehen Materialien zur Selbsterkundung und -reflektion zur Verfügung. Außerdem besteht die Möglichkeit für geführte Gespräche mit folgenden Schwerpunkten:
Zwischen Pflicht und Zweifel: Die Feldpost Paul Lefmanns und die Frage nach dem Krieg heute.
Von der Feldpost zu WhatsApp: Kommunikation in Krisenzeiten früher und heute.
Die Ausstellung basiert auf den Feldpostbriefen Lefmanns, dessen persönlicher Blick auf den Krieg einen Raum der Begegnung eröffnet – zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Deutschland und Frankreich, und zwischen den Stimmen von damals und unserer Verantwortung heute.

Unter der Leitung ihrer Lehrer Dr. Oliver Rosteck und Sebastian Rothe untersuchten 42 Schülerinnen und Schüler der Geschichtsleistungskurse der 11. Klassen der St. Johannis-Schule in Bremen 440 Feldpostbriefe Paul Lefmanns. Damit zeichneten sie nicht nur das Wirken des Bremer Musikers an der Front nach, sondern warfen Fragen auf, die über die Person Lefmanns hinausgehen und uns heute wieder aufwühlen.
Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung
mit Dr. Oliver Rosteck
11. März 2026 | 18 Uhr
Diözesanmuseum Osnabrück
Eintritt frei
Vortrag: Kriegerdenkmäler von Ludwig Nolde
mit Dr. Janina Majerczyk
19. März 2026 | 18 Uhr
Forum am Dom
Eintritt frei
Finissage: Liederabend mit den Werken von Paul Lefmann
mit Dr. Oliver Rosteck
am Klavier Marcel Ziemsky (Preisträger Jugend musiziert)
17. April 2026 | 18 Uhr
Forum am Dom
Eintritt frei
Durch seinen Angriffskrieg brachte das Deutsche Reich unermessliches Leid über Europa, insbesondere über Frankreich und Belgien. Der persönliche Blick auf einen einzelnen Soldaten soll keine Rechtfertigung, sondern eine Einladung zur Annäherung und Reflexion sein:
Was bleibt vom Menschsein im Krieg? „Eine unvorstellbare Sehnsucht nach Frieden“.
Gerade heute, in einer Zeit, in der der Frieden in Europa wieder fragil erscheint, erinnert uns Paul Lefmanns Satz an das, was Menschen trennt, aber auch daran, was uns verbindet.

Unter dem Titel „Eine unvorstellbare Sehnsucht nach Frieden“ werden die Feldpostbriefe des aus Bremen stammenden Pianisten Paul Lefmann (1893-1929) thematisiert, der im Ersten Weltkrieg in den besetzten Gebieten in Frankreich stationiert war. Während dieser Zeit pflegte er mit Verwandten und Freunden einen intensiven Briefkontakt, der ein vielstimmiges Bild jener Jahre zwischen Front und Heimat vermittelt. 440 Feldpostbriefe wurden – unter der Leitung der Lehrer Dr. Oliver Rosteck und Sebastian Rothe – von 42 Schülerinnen und Schüler der Geschichtsleistungskurse der 11. Klassen der St. Johannis-Schule in Bremen (Schuljahr 2024/25) untersucht. Damit zeichneten sie nicht nur das Wirken des Bremer Musikers an der Front nach, sondern warfen Fragen auf, die über seine Person hinausgehen und uns heute wieder aufwühlen.
Die Worte Lefmanns geben nicht nur Einblick in die äußere Wirklichkeit des Krieges, sondern spiegeln auch eine innere Welt, die über militärische Abläufe hinausgeht: Angst, Entfremdung, Hoffnung, Menschlichkeit – und eine tiefe Sehnsucht nach Frieden.
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