Seelsorge für Menschen mit Behinderung

drei Menschen freuen sich
Bild: unsplash.com, Nathan Anderson

Christiane van Melis und Johannes Rehme koordinieren die Seelsorge für Menschen mit Behinderung im Bistum Osnabrück. Als Diözesanbeauftragte und rollstuhlfahrender Berater für Barrierefreiheit arbeiten sie auf Augenhöhe zusammen. Im Interview sprechen sie über ihre Vorstellungen von einer gelungenen Inklusionsarbeit, über unterschiedliche Angebote für Menschen mit Behinderung und über ihre Zukunftspläne.

Gibt es ein Motto, unter das Sie Ihre Arbeit stellen könnten?

Kontakt

Christiane van Melis

Christiane van Melis
Diözesanbeauftragte für die Seelsorge für Menschen mit Behinderungen
Domhof 12
49074 Osnabrück
0541 318-217
E-Mail-Kontakt

Seelsorge für Menschen mit Behinderung

Johannes Rehme
Seelsorge zur Teilhabe für Menschen mit Behinderung, Berater für Barrierefreiheit
Domhof 2
49074 Osnabrück
0151 16521986
E-Mail-Kontakt

Christiane van Melis: Unser Motto lautet „Leben und Glauben gemeinsam gestalten“. Menschen mit verschiedensten Charismen sollen durch unser Engagement auf Bistumsebene Lust, Mut und Kraft bekommen, sich auf Augenhöhe einzumischen. Wir hoffen, dass sie sich durch unsere Arbeit wertgeschätzt, akzeptiert und motiviert fühlen, ihren Platz in der Kirche und im Gemeindeleben einzunehmen. Unser Papst Franziskus sagt „Verschiedenheit ist Reichtum“! Dieses Motto nehmen die deutschen Bischöfe in ihrer Arbeitshilfe „Leben und Glauben gemeinsam gestalten“ auch auf. Sie und wir ermutigen dazu, Behinderungen als ungewohnte Verschiedenheit des Menschen zu respektieren.

Was bedeutet für Sie Inklusion?

Johannes Rehme: Inklusion ist mehr als ein Wort! Inklusion möchte die jedem Menschen inne wohnende Würde sichtbar machen. Das ist nicht nur nach Artikel 1 der UN-Menschenrechtskonvention wichtig, sondern auch aus dem Glauben heraus. Gott hat jeden Menschen beim Namen gerufen und daher möchten wir als Kirche diesen Reichtum gemeinsam leben. Mit Respekt vor den Unterschiedlichkeiten und den alltäglichen Grenzen eines jeden, ist das Bistum Osnabrück unterwegs zu einer Kultur der Begegnung auf Augenhöhe.

Wie sieht gelebte Inklusion im Bistum Osnabrück aktuell aus?

Christiane van Melis: Wir packen die Inklusion im Bistum Osnabrück aktiv an! Gemeinsam im Netzwerk mit engagierten Kolleginnen und Kollegen wird die oben beschriebene Haltung im Bistum an vielen Orten gelebt. Ob Seelsorge für Menschen mit Seh- oder Hör Beeinträchtigung, Freizeit- und Bildungsangebote oder Berater für Barrierefreiheit: Zusammengefasst sind alle unsere Angebote in einfacher Sprache in der Inklusion-Landkarte.