Wähle ein Wort
Du, ein Mann Gottes, strebe nach Gerechtigkeit, Frömmigkeit, Glauben, Liebe, Standhaftigkeit und Sanftmut! Kämpfe den guten Kampf des Glaubens, ergreife das ewige Leben, zu dem du berufen worden bist und für das du vor vielen Zeugen das gute Bekenntnis abgelegt hast!
1 Timotheus 6,11f.
„Bitte gib mir nur ein Wort“, singt die Band Wir sind Helden. Welches Wort meinen sie wohl? „Sprich du das Wort, das tröstet und befreit“, singen christliche Menschen mit Huub Osterhuis. Die Bibel besteht aus ziemlich vielen Wörtern. Manchmal ist weniger mehr, darum heute nur einige Worte aus der zweiten Lesung. Wenn Sie daraus nur ein Wort auswählen sollten, welches wäre das?

Hier kommentieren jede Woche Menschen aus dem Bistum Osnabrück eine Bibelstelle aus einer der aktuellen Sonntagslesungen – pointiert, modern und vor allem ganz persönlich.
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Beim Lesen bleibe ich nicht an einem der großen Substantive hängen, sondern an einer Verbform, der Aufforderung: strebe! Für mich schwingt da eines meiner Lieblingswörter mit: Sehnsucht. Strebe nach dem, wonach Du Dich sehnst! Weitere Tu-Wörter aus der Lesung machen deutlich, was mit solchem Streben einhergeht:
kämpfe für das, was Dir heilig ist; setz Dich ein!
Und ergreife das, was Dein Ding ist, was Dich lebendig macht!
Deine Sehnsucht verrät Dir, wozu Du berufen bist – folge ihr!
Sie ist Gottes deutlichstes Wort.
Mehr Worte will ich hier gar nicht machen.
Martin Splett