Welche Maßnahmen gegen sexuellen Missbrauch gibt es im Bistum Osnabrück?

Zum 1. September 2010 wurde durch Bischof Franz-Josef Bode das „Gesetz zur Vermeidung von Kindeswohlgefährdung im Umgang mit Kindern und Jugendlichen im Bistum Osnabrück“ in Kraft gesetzt. Dieses Gesetz soll sicherstellen, dass nur von der Persönlichkeit her geeignete Personen mit der Betreuung von Kindern und Jugendlichen beauftragt werden.

Entsprechend den Vorgaben der Deutschen Bischofkonferenz wurde zum 1. Mai 2011 auch im Bistum Osnabrück eine Koordinationsstelle zur Prävention von sexuellem Missbrauch eingerichtet.

Unter Berücksichtigung der im Jahr 2013 überarbeiteten „Leitlinien“ und der „Rahmenordnung“ der Deutschen Bischofskonferenz ist zum 1. Oktober 2014 das Gesetz zur Vermeidung von sexualisierter Gewalt in kirchlichen Einrichtungen im Bistum Osnabrück (Präventionsordnung) in Kraft getreten, das das Gesetz zur Vermeidung von Kindeswohlgefährdung im Umgang mit Kindern und Jugendlichen im Bistum Osnabrück vom 25. August 2010 fortschreibt.

Die einschlägigen Gesetzestexte, Regelungen und Erläuterungen dazu sind im Mitarbeiterportal des Bistums eingestellt.

Neben der Umsetzung und Nachachtung der vorgegebenen Standards bedarf es für die notwendige Sensibilisierung und  Aufmerksamkeit für das komplexe Thema „sexualisierte Gewalt“ zusätzlicher Wissensvermittlung und geeigneter Schulungsmaßnahmen. Daher ist das Thema „Prävention von sexualisierter Gewalt in kirchlichen Einrichtungen“ integraler Bestandteil der Aus- und Fortbildung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der ehrenamtlich Tätigen.

Insbesondere im Bereich der kirchlichen Jugendarbeit ist in unserem Bistum das Thema „Nähe und Distanz“ schon seit Jahren fest in verpflichtenden Schulungsprogrammen verankert.