Wie es richtig zündet

Wie es richtig zündet
Bild: unsplash.com, Aziz Acharki

Als Jesus in den Himmel aufgenommen war, kehrten sie vom Ölberg nach Jerusalem zurück. Was ein Weg von etwa einer halben Stunde ist. Dort gingen sie in das Obergemach des Hauses, wo sie von nun an beisammenblieben. Es waren: Petrus, Johannes, Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, der Sohn von Alphäus, und Simon, der zur Partei der Zeloten gehört hatte, und schließlich Judas, der Sohn von Jakobus. Auch die Frauen waren dabei und Maria, die Mutter von Jesus, sowie seine Brüder.

Apostelgeschichte 1, 12-14 (Bibel 2000)

 

Was nun? Die Apostel und ihre Freunde kehren nach Jerusalem zurück. Und was dann? Sie beten einmütig. Die endgültige Trennung verarbeiten? Sie erst einmal beratschlagen? Wie geht’s nun weiter? Nichts wird heute in der Lesung darüber gesagt. Irgendwie zündet es nicht. Noch nicht.

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Da ist das Evangelium im Gebet zum Vater konkreter. Dort lesen wir: „Ich bin jetzt auf dem Weg zu dir. Ich bleibe nicht länger in der Welt, aber sie bleiben in der Welt. Heiliger Vater, bewahre sie in deiner göttlichen Gegenwart, die ich ihnen vermitteln durfte, damit sie eins sind, so wie du und ich eins sind.“ (Johannes 17, 11) Auch darum geht es nun in der Versammlung der Treuesten: Erst einmal untereinander eins werden. Dann werden sie überzeugend sein. Das wissen sie, so reden sie wohl nun miteinander. Denn an dieses Gebet dürften sie sich erinnern. Das hat Konsequenzen – damals und heute.

Damals wurde die Kraft ihres Glaubens offensichtlich so stark, dass sie ihre Mitmenschen begeistern konnten. Und das gilt noch heute: Wir können unsere Mitmenschen nur begeistern und überzeugen, wenn wir im Glauben wirklich brennen.

Bald ist Pfingsten. Wieder ein Fest, das unser Feuer des Glaubens neu entfachen kann.

Klaus Warning, Pastor in Teilzeit