Acht Tipps, wie Sie helfen können

Bild: pixabay.com, jamboo7809 Public Domain

Die Zeit der akuten Nothilfe in der Flüchtlingsarbeit ist vorbei. Trotzdem gilt es noch viel zu tun, um den angekommenen Menschen bei der Integration zu helfen. Anpacken kann jeder. Acht Tipps, wie man Flüchtlingen helfen oder sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren kann …

1. Wohnraum anbieten

Viele Flüchtlinge sind auf der Suche nach günstigen Wohnungen. Wer Wohnraum zu vermieten hat, sollte sich am besten an Einrichtungen und Dienste für Flüchtlinge wenden, die können helfen, die richtigen Mieter für einen zu finden.

Wo anfangen?

Erkundigen Sie sich am besten bei Hilfseinrichtungen, bei der Stadt oder bei den Kirchengemeinden vor Ort, die sich für Flüchtlinge engagieren, wenn sie sich engagieren oder helfen möchten. In vielen Städten gibt es mittlerweile auch zentrale Anlaufstellen für die Flüchtlingsarbeit. Die Anlaufstellen haben einen guten Überblick, was es vor Ort an möglichen Einsatzfeldern gibt und vermitteln Freiwillige an die entsprechenden Einrichtungen oder Initiativen weiter. Auf der Internetseite der Caritas finden Sie eine erste Übersicht!

Was sollte man mitbringen?

Egal, was man macht und wie man sich engagiert: Man sollte zuverlässig sein und im Idealfall auch langfristig Zeit aufbringen können. Man sollte offen für Neues sein und Verständnis für andere Kulturen haben. Gleichzeitig muss man sich klar sein, dass dieses Engagement oft nicht nur Zeit, sondern auch Kraft kostet. WEil man womöglich nicht immer das zurückbekommt, was man sich wünscht.

Wer ist gesucht?

Jeder! Oft sind es Menschen der Generation 50plus, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren. Sehr gefragt sind deshalb zusätzlich immer auch jüngere Menschen, insbesondere junge Männer zwischen 20 und 40 Jahren, da auch viele junge Männer unter den Flüchtlingen sind, die Gleichaltrige für Sport und Freizeit suchen.

2. Sachspenden

Eine Reisetasche, ein Rucksack, ein paar Tüten, mit viel mehr kamen die meisten Flüchtlinge nicht in Deutschland an. Gute Kleidung, Möbel oder Haushaltsgeräte können sie deshalb gut gebrauchen. Wer gut erhaltene Möbel, Kleider, Haushaltsgeräte, Geschirr, Fahrräder übrighat, der kann diese gerne an Hilfseinrichtungen spenden, die diese dann weiter verteilen. Am besten vorab fragen, ob die Einrichtungen aktuell Bedarf an den Sachen haben.

3. Geld spenden

Es gibt viele Hilfseinrichtungen und Initiativen, die dringend auf Spendengelder angewiesen sind, um ihre Hilfsangebote für Flüchtlinge am Leben zu halten. Wer wenig Zeit hat aber gerne mit Geldspenden helfen möchte, kann so mit Geld viel Gutes tun.

4. Deutschunterricht geben

Das Lernen der deutschen Sprache ist eine der wichtigsten Bausteine für eine gelungene Integration. Ehrenamtliche Deutschkurse sind deshalb immens wichtig. Gute Materialien und Hilfsangebote dazu gibt es mittlerweile reichlich, so dass man kein pensionierter Deutschlehrer sein muss, um hier helfen zu können. Wer Deutschunterricht geben möchte, aber nicht weiß, wo er helfen kann, wendet sich am besten an eine Flüchtlingseinrichtung, die Kirchengemeinde vor Ort oder an die kommunalen Verantwortlichen für die Flüchtlingsarbeit.

5. Flüchtlinge begleiten

Bieten Sie ihre Hilfe für Arztbesuche und Behördengänge und dergleichen an. Händeringend sind oft ehrenamtliche Helfer gefragt, die sich die Zeit nehmen können, wie etwa beim Ausfüllen von Formularen, beim Ämter- und Arztbesuch oder einfach für einen gemeinsamen Spaziergang. Der persönliche Kontakt hilft auch, schnell die deutsche Sprache zu erlernen und den Alltag in der neuen Heimat zu meistern.

6. Vormundschaften übernehmen oder Gastfamilie werden

Ein wichtiges Thema sind auch Vormundschaften bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Nur wenige der Jugendlichen haben eine Privatperson als Vormund. Meist übernimmt das Sozialamt diese Funktion. Wer sich hier engagieren will, sollte sich am besten an Einrichtungen wenden, die sich um minderjährige Flüchtlinge kümmern. Aber auch Gastfamilien werden händeringend gesucht. Hier sind die unbegleiteten Flüchtlinge am besten aufgehoben, bis sie eine eigene Wohnung beziehen können.

Mit Kindern basteln, Flüchtlinge zum Arzt begleiten oder Deutschunterricht geben … Es gibt viele Möglichkeiten, wie man helfen kann. Bild: pfarrbriefservice.de, Alois Sattlecker/Kloster Maihingen Public Domain

7. Arbeitsstellen, Praktikumsplätze anbieten

Ebenso wie Wohnraum sind viele Flüchtlinge dringend auf der Suche nach Arbeitsstellen oder Praktikumsplätzen. Wer hier etwas anbieten kann, ist sehr willkommen.

8. Selbst initiativ werden

Wer selbst Ideen für Angebote und Hilfen hat, sollte diese unbedingt in die Tat umsetzen. Ob mit dem offenen Spielplatztreff mit Picknick für Flüchtlingsfamilien oder einer anderen Idee. Wer dafür Rat sucht oder Hilfestellungen sucht, kann sich auch an die bestehen Einrichtungen und Initiativen vor Ort wenden.