Am 25. September 2026 wurde die wissenschaftliche Studie „Macht durch Charisma. Geistlicher Missbrauch in Geistlichen Gemeinschaften“ veröffentlicht. Die Untersuchung wurde von der Universität Münster im Auftrag der Bistümer Osnabrück und Münster, des Ordens der Thuiner Franziskanerinnen sowie der Deutschen Bischofskonferenz durchgeführt.
Im Rahmen der Studie wurde untersucht, wie geistlicher Missbrauch entstehen kann, welche Strukturen und Dynamiken ihn begünstigen und welche Konsequenzen sich daraus für Kirche und Ordensleben ergeben. Ziel ist es, Erkenntnisse für eine wirksame Prävention zu gewinnen. Im Fokus der Untersuchung stehen unter anderem Erfahrungen mit der sogenannten „Christusgemeinschaft“, die seit den 1980er Jahren im Bistum Osnabrück aktiv war.
Da es sich um eine unabhängige Studie handelt, hatten auch die Auftraggeber vor der Veröffentlichung keinen Einblick in die Ergebnisse. In einer ersten Reaktion dankten Sie den Betroffenen, die sich an der Studie beteiligt haben, und dem Forschungsteam der Universität Münster.
Weitere Infos
- Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema finden Sie hier,
- Detaillierte Informationen zur Studie und zur Veröffentlichung gibt es auf der Internetseite der Universität Münster.
- Hier finden Sie die Kontaktdaten der unabhängigen Ansprechpersonen für Betroffene von geistlichem Missbrauch.
- Mehr zum Schutzprozess im Bistum Osnabrück erfahren Sie hier.
Ausführlich nahmen die Auftraggeber im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz am 5. Oktober zu den Studienergebnissen Stellung. Alle Statements und weitere detaillierte Informationen finden Sie hier.
Für Betroffene, Angehörige und alle, die mit Blick auf die Veröffentlichung der Studienergebnisse Unterstützung oder ein vertrauliches Gespräch suchen, stehen im Bistum Osnabrück unabhängige Ansprechpersonen zur Verfügung. Diese sind im Schutzprozess gegen sexualisierte Gewalt und geistlichen Missbrauch fest verankert und können jederzeit kontaktiert werden.
Darüber hinaus wird in den Tagen rund um die Veröffentlichung der Studie eine Telefon-Hotline eingerichtet, um allen Interessierten die Möglichkeit zum Gespräch anzubieten. Die Anrufe werden von seelsorglich und beraterisch erfahrenen Personen entgegengenommen. Die Nummer und weitere detaillierte Informationen finden Sie hier.